Paris: Iranerin wollte sich selbstverbrennen

In Paris hat eine weitere Iranerin einen Selbstverbrennungsversuch unternommen. Sie wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Nach Polizeiangaben zündete sich die etwa 30-Jährige am Mittwoch in der Nähe des Sitzes der französischen Spionage-Abwehr (DST) im Süden von Paris an. Sie habe schwere Brandverletzungen erlitten, sagte ein Anhänger der iranischen Oppositionsbewegung der Volksmudschahedin. Dies wurde von der Polizei zunächst nicht bestätigt.

Am Morgen hatte sich bereits eine andere Anhängerin der Volksmudschahedin in Paris aus Protest angezündet. Sie wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Spionage-Abwehr war am Dienstag an einer Großrazzia gegen den europäischen Hauptsitz der Volksmudschahedin im Nordwesten von Paris beteiligt gewesen. Dabei waren vor allem in Auvers-sur-Oise rund 165 Menschen vorläufig festgenommen worden, von denen sich 26 am Mittwoch noch immer in Polizeigewahrsam befanden.

Regierungssprecher Jean-Francois Copé rechtfertigte die Razzia am Mittwoch. Die Volksmudschahedin stünden auf der EU-Liste der terroristischen Organisationen und die französischen Geheimdienste seien detailliert über ihre Aktionen informiert gewesen, sagte Copé. Bei dem Großeinsatz waren acht Millionen Dollar und zahlreiche EDV-Geräte beschlagnahmt worden.

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