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Pärchen wollte Sprengsatz entschärfen

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Die tödliche Explosion einer Panzergranate am Mittwoch Abend passierte offenbar beim Entschärfen des Sprengsatzes - Beim Anbohren zündete das Kriegsrelikt - 21-Jähriger in künstlichem Tiefschlaf.

Die tödliche Explosion einer Panzergranate am Mittwoch Abend passierte offenbar beim Entschärfen des Sprengsatzes. Wie Mag. Andreas Krajcsy vom Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) schilderte, hatte der 21-jährige Markus K. das Kriegsrelikt in der Steiermark gefunden und versucht, dieses in seiner Wohnung in der Luzegasse in Wien-Simmering gemeinsam mit seiner Freundin, Daniela P., zu „delaborieren“. Das Geschoss mit 8,8 Zentimetern Durchmesser detonierte dabei und tötete die 19-Jährige.

“Nur” sechs bis acht Deka Sprengstoff
Bei dem Sprengsatz handelte es sich nur um das Geschoss, erklärte der Beamte. Der etwa 80 Zentimeter lange, zugehörige Triebsatz sei nicht dabei gewesen. Optisch ähnle das einer “überdimensionalen Gewehrkugel“. Im Zündsatz hätten sich nur „sechs bis acht Deka Sprengstoff“ gefunden, sagte er. K. habe das Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg erst am Montag im steirischen Mürzzuschlag gefunden. Auch etwa zehn bis 15 Gewehrpatronen, die ebenfalls von dort stammen, wurden in der Wohnung sichergestellt.

Ein politischer Hintergrund, etwa aus dem rechtsextremen Milieu, liege nicht vor, betonte Krajcsy. Der junge Mann sei nur am Geschoss selbst interessiert gewesen, weshalb er dieses auch entschärfen wollte. Der Unfall habe sich aus „Sammlerleidenschaft, gepaart mit unglaublichem Leichtsinn“ ereignet: „Das Mädchen hat gehalten und er hat gebohrt.“

21-Jähriger im künstlichen Tiefschlaf
Der 21-Jährige, der ohne Beschäftigung ist, erlitt bei der Explosion akut lebensbedrohende Verletzungen, sagte Krajcsy. An den Beinen habe er offene Trümmerbrüche, an der Lunge und am Kopf sei er ebenfalls schwer verletzt. Derzeit liege er im Wiener AKH im künstlichen Tiefschlaf.

Seine Freundin Daniela, eine Schülerin aus Winzendorf in Niederösterreich (Bezirk Wiener Neustadt), starb an Ort und Stelle. Ihr wurden bei der Explosion mehrere Gliedmaßen weggerissen. Beide wurden aus dem Badezimmer, wo sie mit dem Sprengsatz hantierten, ins Vorzimmer geschleudert.

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  • 19-Jährige bei Explosion in Simmering getötet
  • Redaktion: Claus Kramsl

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