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Papst wird über Causa Krenn entscheiden

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Papst Johannes Paul II. wird sich laut Kronen Zeitung persönlich mit der Verantwortlichkeit von Bischof Kurt Krenn in Zusammenhang mit den Vorfällen im St. Pöltner Priesterseminar befassen.

Nach seinem Urlaub im Aosta-Tal werde der Papst kommenden Montag seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Dabei würden ihm die Unterlagen vorgelegt, die von den zuständigen Stellen des Vatikan über die Vorfälle im St. Pöltner Priesterseminar gesammelt worden sind, schrieb die „Krone“.

Vatikan-Kenner seien der Meinung, dass man die Affäre in Rom „nicht aussitzen wird können, sondern dass noch diesen Sommer Entscheidungen fallen“. Seit Katastrophen, wie in der amerikanischen Kirche, sei man im Vatikan sensibilisiert. Das treffe auf den „Fall Krenn“ umso mehr zu, als Medien weltweit damit begonnen hätten, in großer Aufmachung über die „skandalösen Zustände in der römisch-katholischen Kirche in Österreich“ zu berichten. Der Bogen spanne sich dabei von Europa über Argentinien, Südafrika bis in die USA und den Iran.

Krenn: “Die wollen mich abschießen”

Krenn erklärte unterdessen in einem Interview mit der oberösterreichsichen „Sonntags Rundschau“ zu den Vorwürfen und Rücktrittsaufforderungen: „Man will mich ein bisserl kaputt machen. Ich habe viel Stehvermögen. Die wollen mich abschießen.“

Auf die Frage, ob sich der Vatikan schon bei ihm gemeldet habe, sagte Krenn: „Nein. Das ist auch nicht üblich. Die Leute haben so eine derartige Selbstüberschätzung. Für Rom ist die Gewichtigkeit eine andere als für uns. Es ist ja gar nichts. Vielleicht waren irgendwie, irgendwo ein Homosexueller oder ein anderer schlimmer Bursche dabei. Mehr ist nicht bekannt. Der Rest ist alles Mache. Das ist die große Mache der Publizistik.“

Abfuhr für Heinz Fischer

„Der Bundespräsident tut mir leid. Man merkt, dass er in kirchlichen Dingen nicht so erfahren ist. Da kennt er sich zu wenig aus“, erklärte Krenn in einem Interview mit der „Kronen Zeitung“ (Sonntagsausgabe).
Fischer hatte am Donnerstag in der ZiB erklärt, er sei „betrübt und betroffen“ gewesen, als er von der Affäre am St. Pöltner Priesterseminar erfahren habe.

Auf die Frage der „Krone“, was Bischof Krenn zum Rücktritt bewegen könnte, meinte er: „Da gibt es nur einen, der mich bewegen kann, und das ist der Papst. Wenn er meint, Kurt Krenn habe etwas gemacht, das der Kirche nicht gefällt, dann soll Gottes Wille geschehen“.

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  • Redaktion: Birgit Stadtthaler

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