Papst will Umweltschutz zu Werken der Barmherzigkeit hinzufügen

©AFP PHOTO / ALBERTO PIZZOLI
Papst Franziskus will die Bewahrung der Schöpfung und den Schutz der Umwelt zu den traditionellen Werken der Barmherzigkeit in der katholischen Kirche hinzufügen.

“Ich erlaube mir, eine Ergänzung der beiden traditionellen Aufzählungen der sieben Werke der Barmherzigkeit vorzuschlagen, indem ich jedem von ihnen die Sorge um das gemeinsame Haus anfüge”, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Botschaft des Papstes zum Weltgebetstag für die Schöpfung. Im Christentum gibt es sieben klassische Werke der Barmherzigkeit, die auf die Bibel zurückgehen und die Christen vollbringen sollen. Dazu gehören etwa Hungrige speisen, Kranke pflegen oder Fremde beherbergen. Diese Aufzählung soll nach dem Willen das Papstes nun um den Punkt des Umweltschutzes ergänzt werden.

Franziskus prangert in seiner Botschaft die “quälenden Leiden der Armen und die Zerstörung der Umwelt” sowie ein “verantwortungsloses und egoistisches Verhalten” der Menschen an. Er ruft zu konkretem Handeln wie Mülltrennung oder Energiesparen auf. “Wir dürfen nicht meinen, diese Anstrengungen seien zu gering, um die Welt zu verbessern.” Vergangenes Jahr hatte er schon in seiner Öko-Enzyklika die Umweltzerstörung angeprangert und zu einem Wandel aufgerufen.

(APA/Red)

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