Papst empfängt israelischen Präsidenten

Papst Benedikt XVI. empfängt am kommenden Donnerstag in seiner Sommer­resi­denz Castel Gandolfo den israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres. Das berichtete die vatikanische Pressestelle am Montag.

Die Lage im Nahen Osten und die Wiederaufnahme der Direktgespräche zwischen Israelis und Palästinensern in Washington sollten im Mittelpunkt des Gesprächs stehen. 1994 hatte der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen mit dem Staat Israel und offizielle Beziehungen mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) aufgenommen.

Benedikt XVI. und der Friedensnobelpreisträger Peres haben sich bereits mehrmals getroffen, unter anderem am 6. April 2006 und am 6. September 2007 im Vatikan. Außerdem hatte es ein Treffen im Mai 2009 gegeben, anlässlich des Besuchs des Papstes im Heiligen Land.

Verärgerung hatten auf jüdischer Seite insbesondere die Karfreitagsfürbitte in dem vom Papst wieder zugelassenen vorkonziliaren “alten Usus” (“Lasset uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchtet, damit sie Jesus Christus erkennen, den Retter aller Menschen”) und die Würdigung von Papst Pius XII. anlässlich seines 50. Todestages durch Benedikt XVI. hervorgerufen. Bereits im Jahr seiner Papstwahl 2005 hatte Benedikt den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas im Vatikan empfangen. Bei einer Zusammenkunft mit den Großrabbinern von Israel, Yona Metzger und Shlomo Amar, hatte der Papst auf die unbefriedigende Lage der Christen im Heiligen Land hingewiesen. Der Heilige Stuhl hat immer wieder eine internationale Garantie für den Schutz der heiligen Stätten in Jerusalem gefordert.

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