Papst begann Tschechien-Besuch

Der Papst in Prag
Der Papst in Prag ©APA (epa)
Papst Benedikt XVI. hat am heutigen Samstag einen dreitägigen Besuch in Tschechien begonnen. Sein Alitalia-Airbus landete auf dem Prager Flughafen Ruzyne kurz vor Mittag. Das Kirchenoberhaupt wurde vom tschechischen Staatspräsidenten Klaus, dem Prager Erzbischof Kardinal Miloslav Vlk und Jan Graubner, dem Vorsitzenden der Tschechischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Olomouc, begrüßt.
Papst in Tschechien

Unmittelbar nach der Landung hielt er eine kurze Ansprache, die er mit einigen Sätzen auf Tschechisch begann, wofür er den Beifall der Anwesenden erhielt. Der Papst wies darauf hin, dass er im Jahr des 20. Jahrestages der “Samtenen Revolution” in der ehemaligen Tschechoslowakei nach Tschechien gekommen sei. Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 sei ein “Scheidepunkt der Weltgeschichte” gewesen, so Benedikt XVI.

Klaus begrüßte Benedikt XVI. als “einen der größten Intellektuellen und eine der größten Autoritäten der Welt”. Nach der Begrüßung begab sich der Papst in die Kirche Maria vom Siege auf der Prager Kleinseite, wo seit Jahrhunderten die Gnadenstatue des “Prager Jesuleins” verehrt wird. Seine Ansprache dort hielt Benedikt XVI. zur Überraschung vieler in tschechischer Sprache.

Die Höhepunkte des ersten Besuchs von Benedikt XVI. in Tschechien sind eine Messe am Sonntag auf dem Brünner Flughafen, wo bis zu 200.000 Menschen – darunter auch zahlreiche Besucher aus Österreich – erwartet werden. Am Montag – in Tschechien Nationalfeiertag und gleichzeitig Gedenktag des Nationalheiligen Wenzel – wird Benedikt XVI. eine Messe im Wallfahrtsort Stara Boleslav (Altbunzlau) bei Prag zelebrieren.

Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2001 bekennt sich nur etwa ein Viertel der Tschechen zum Katholizismus. Annähernd 60 Prozent der Bevölkerung gehören demnach keiner Religionsgemeinschaft an. Tschechien gilt als das atheistischste Land Europas.

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