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Palästinenser sagen Treffen mit Israel ab

Die Bemühungen um ein Treffen des israelischen Premier Sharon mit seinem neuen palästinensischen Amtskollegen Korei haben einen neuen Rückschlag erlitten.

Korei sagte ein für Mittwoch anberaumtes Gespräch zur Vorbereitung der Zusammenkunft aus Protest gegen den israelischen Militäreinsatz im palästinensischen Flüchtlingslager Rafah ab. Neun Menschen waren bei der Razzia getöet worden.

Israelische Truppen zerstörten bei der Akton nach eigenen Angaben einen Tunnel, der von Schmugglern für Waffentransporte von Ägypten in den Gaza-Streifen genutzt worden sei. Zudem seien mindestens zehn Häuser gesprengt und planiert worden, teilten Palästinenser mit, nachdem sich die gepanzerten Truppen am Mittwoch zurückgezogen hatten. 40 Menschen sollen bei den Gefechten verletzt worde sein, darunter drei Kleinkinder.

Die israelischen Truppen beendeten den Einsatz nach rund 48 Stunden. Palästinensische Quellen sprachen von rund 30 zerstörten Häuser, 20 weitere seien beschädigt worden.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte wegen des Einsatzes schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben. Das israelische Militär sei „unverhältnismäßig” aggressiv vorgegangen, hieß es in einer Erklärung Annans. Der Generalsekretär wies Israel erneut darauf hin, dass es als Besatzungsmacht verpflichtet sei, die Zivilbevölkerung zu schützen und sich übertriebener Gewaltanwendung zu enthalten.

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