Pakistan: Wiener Kinder schmoren in Kerker

Eine Österreicherin sitzt in Pakistan mit ihren beiden Kindern - 4 und 11 Jahre alt - wegen mutmaßlichen Heroinschmuggels in Haft. Ein älterer Sohn ist verschwunden.

Peter Launsky-Tieffenthal, Leiter der Presseabteilung, widersprach aber Angaben, wonach von der Behörde keine Hilfe für die Geschwister komme: “Wir haben uns bemüht, die Rückführung der Kinder zu ermöglichen. Die Frau hat beim letzten Gerichtstermin am 30. September ein entsprechendes Ansuchen aber selbst widerrufen.”

Die Inhaftierte sei von einem Mitarbeiter des österreichischen Konsulats in Pakistan mehrfach besucht worden, so Launsky-Tieffenthal. Er sei auch bei allen bisherigen Gerichtsterminen dabei gewesen. Um eine Rückführung der beiden Kinder zu ermöglichen, habe die Behörde Notfalldokumente ausgestellt und sich um Flugtickets bemüht. Die Großeltern des Buben und des Mädchens hätten Geld bereitgestellt. Dann habe die Frau allerdings vor dem Richter den Wunsch geäußert, die Kinder bei ihr zu lassen.

Unklar ist das Schicksal eines zweiten, älteren Buben der Inhaftierten. Laut “Heute” soll er “in die Berge geflohen sein”. Dazu Launsky-Tieffenthal: “Über den Verbleib des dritten Kindes hat die Frau widersprüchliche Angaben gemacht.” Abgelehnt habe die Österreicherin das Angebot der Behörde auf einen Vertrauensanwalt. “Wir haben auch Gespräche zum Beispiel mit dem Chef der Drogenabteilung oder mit dem Gefängnisdirektor wegen möglicher Hafterleichterung geführt.” Laut “Heute” befindet sich die Frau seit rund einem Dreiviertel Jahr in Haft.

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