Pakistan feiert 60 Jahre Unabhängigkeit

Mit Salutschüssen des Militärs im Morgengrauen hat Pakistan am Dienstag den 60. Jahrestag seiner Staatswerdung begangen. Die offiziellen Feierlichkeiten sind allerdings von einer tiefen politischen Krise überschattet.

Staatschef Pervez Musharraf rief die Bürger am Vorabend dazu auf, sich bei den Parlamentswahlen, die noch in diesem Jahr erwartet werden, für moderate Kräfte zu entscheiden. Die landesweiten Zeremonien erinnern an den 14. August 1947, als Staatsgründer Mohammed Ali Jinnah gegen den Widerstand des Indischen Nationalkongresses die Teilung Britisch-Indiens in Indien und das islamische Pakistan durchsetzte.

Die hohen Rüstungsausgaben sind einer der Gründe für Pakistans schlechte wirtschaftliche Lage. Der frühere Armeechef General Musharraf hatte sich 1999 an die Macht geputscht und später in einem umstrittenen Plebiszit als Präsident bestätigen lassen. Er dekretierte 29 Verfassungsänderungen, um seine Macht auszubauen und dem Militär dauerhaften Einfluss auf die Politik zu sichern. Vertreter von 38 pakistanischen Parteien hatten zuletzt auf einer „All Parties Conference“ (APC) in London den Rücktritt von Musharraf und die Rückkehr der exilierten ehemaligen zivilen Premierminister Benazir Bhutto und Nawaz Sharif in ihr Land gefordert. Musharraf habe das Land „an den Rand des Abgrunds“ manövriert, die Gefahr eines Zerfalls Pakistans nehme ständig zu, erklärten sie.

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