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Pädagogik-Paket: Opposition hofft auf Änderungen

Für die NMS sind Änderungen vorgesehen.
Für die NMS sind Änderungen vorgesehen. ©APA/Harald Schneider
Ein Experten-Hearing soll Änderungen beim Pädagogik-Paket der Regierung herbeiführen. Das hofft zumindest die Opposition.

Mit einem Experten-Hearing im Unterrichtsausschuss des Nationalrats wollen die Oppositionsparteien am Mittwoch Änderungen beim Pädagogik-Paket der Regierung herbeiführen. Beschlossen werden soll das Gesetz bereits in der Dezember-Session des Nationalrats ab 11.Dezember.

Pädagogik-Paket: Geplante Änderungen

Eckpunkte des Gesetzesvorhabens: An den Volksschulen werden ab 2019/20 ab dem zweiten Semester der 2. Klasse wieder verpflichtend Ziffernnoten eingeführt – gleichzeitig wird aber in allen Klassen zumindest zusätzlich alternativ mit Kompetenzrastern beurteilt. Außerdem können Schüler grundsätzlich ab der zweiten Klasse wieder sitzenbleiben. Außerdem werden alle Eltern zu Bewertungsgesprächen über Leistungsstärken und Leistungsstand eingeladen (bisher nur bei alternativer Beurteilung), bei Bedarf können Schüler auch zu Förderunterricht verpflichtet werden.

An den NMS soll es ab der sechsten Schulstufe (2. Klasse) zwei unterschiedliche Leistungsniveaus (“Standard” und “Standard-AHS”) geben. Diese lösen die bisher ab der siebenten Schulstufe bestehende Differenzierung in “grundlegende Allgemeinbildung” und “vertiefende Allgemeinbildung” ab. Die siebenteilige NMS-Notenskala wird zwar abgeschafft, an ihre Stelle treten zwei vom System her ähnliche, einander überlappende je fünfteilige Skalen. Schulautonom erhalten die NMS auch die Möglichkeit, zur Leistungsdifferenzierung ab der sechsten Schulstufe in Deutsch, Mathe und Englisch dauerhafte Gruppen einzurichten.

Opposition setzt auf Experten-Hearing

Die SPÖ schickt den Direktor der Lernwerkstatt Brigittenau, Josef Reichmayr, in den Ausschuss. Die NEOS nominierten den Erziehungswissenschafter Ferdinand Eder und Jetzt (die frühere Liste Pilz) – eher ungewöhnlich – einen Schüler. Dazu habe man in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Jugend-Verein YEP einen Vorbereitungsworkshop organisiert, so Jetzt-Bildungssprecherin Stephanie Cox zur APA. Eine Gruppe von Jugendlichen habe dabei ein Forderungspapier erarbeitet und mit dem 18-jährigen Schüler Gabriel Bremer einen Vertreter gewählt, der nun in den Ausschuss entsendet wird. “Wir wollten, dass die vom Paket Betroffenen auch vertreten sind. Deshalb soll auch mit ihnen über Sitzenbleiben und Notengebung gesprochen werden – also über Sachen, die die Schüler echt betreffen”.

Das Bildungsministerium entsendet als Experten seinen Sektionschef Klemens Riegler-Picker, die ÖVP den Rektor der Pädagogischen Hochschule (PH) Niederösterreich, Erwin Rauscher, und die FPÖ die Pflichtschul-Inspektorin Helga Reiter.

(APA/Red)

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