ÖVP: Jugendbeschäftigung verbessern

Jeder Jugendliche soll einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz erhalten. Die Minister Gehrer und Bartenstein präsentieren Maßnahmen zur Verbesserung der Jugendarbeitslosigkeit.

Die ÖVP will die Situation bei der Jugendbeschäftigung verbessern. „Mein Ziel ist es, dass jeder Jugendliche, der will, einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz erhält“, erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) in Wien. Die beiden Minister präsentierten dabei die verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation für Jugendliche, die im Rahmen des Konjunkturpakets der Regierung gesetzt werden.

Im Lehrlingsbereich ist es Gehrers Ziel, dass “40 Prozent eines Altersjahrgangs eine gute Lehrausbildung erhalten“. Mit gutem Beispiel würden die Ministerien vorangehen. So würden alleine in ihrem Ressortbereich mehr als 300 Lehrlinge ausgebildet. Besonders wichtig sei es, regional die Bemühungen für die Schaffung neuer Lehrstellen zu verstärken. In Wien sei die Lücke besonders groß, auf eine Lehrstelle würden sechs Bewerber kommen.

Bartenstein betonte, dass es in Österreich mit sieben Prozent die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa gebe, der EU-Schnitt liege bei 15 Prozent. Die Beschäftigungspolitik könne den fehlenden konjunkturellen Rückenwind nicht ersetzen, es müsse aber alles getan werden, damit junge Menschen einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz erhalten. Mit der neu geschaffenen Lehrlingsausbildungsprämie in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr würde vor allem kleineren Unternehmen und Start Ups die Ausbildung von Lehrlingen erleichtert.

Als weitere Jugendbeschäftigungsmaßnahmen nannte Bartenstein neu geschaffene Weiterbildungs-Lehrgänge für die bis zu 24-Jährigen Arbeitslosen, die länger als drei Monate ohne Job sind. Sie würden in 18 Monaten nachqualifiziert und sollen in einer „zweiten Chance“ einen Lehrabschluss nachholen. Zudem würde Unternehmen eine Eingliederungsbeihilfe geboten, bei der zwei Jahre lang bis zu zwei Drittel der Arbeitgeberbeiträge ersetzt würden.

Gehrer betonte, dass in Österreich kein Bildungsweg eine Sackgasse sei. Die Ministerin nannte in diesem Zusammenhang verschiedene Angebote für Jugendliche, einen Hauptschulabschluss nachzuholen, die bisher von Tausenden Personen genutzt wurden. Zudem gebe es das Angebot der Berufsreifeprüfung sowie die Ausweitung der Zahl der Schulplätze im berufsbildenden Schulwesen um 25 Prozent seit 1995. Und durch Verbesserungen der Lehrpläne an den Polytechnischen Schulen hätten 90 Prozent aller Poly-Schüler noch vor Schulschluss eine Lehrstelle oder einen Platz an einer weiterführenden Schule.

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