Österreicher erzeugen Trinkwasser für Bam

Die Einsatzgruppe „Trinkwasser" des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) ist Mittwoch Früh in der von dem katastrophalen Erdbeben zerstörten iranischen Stadt Bam angekommen.

„Derzeit werden die 20 Tonnen Material ausgeladen und zum Einsatzort gebracht”, berichtete Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, in einer Aussendung.

„In erster Linie sollen die Rotkreuz-Helfer ein Feldspital und die obdachlose Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen. Täglich werden bis zu 200.000 Liter Wasser produziert werden”, so Kopetzky weiter.

Jede Trinkwasseraufbereitungsanlage besteht aus einem Rohwasserbecken für das Schmutzwasser, einer Filteranlage und einem Reinwasserbecken. Verschmutztes Wasser wird im Rohwasserbecken mit Chlor, Eisen-III-Chlorid (oder Aluminiumsulfat) und Aktivkohle versetzt. So werden Schwebstoffe gebunden und setzen sich ab. Nun wird das Wasser mit hohem Druck durch Filtertrommeln gepumpt und ins Reinwasserbecken abgeleitet. Das gefilterte Wasser wird getestet und je nach Reinheitsgehalt noch mit Chlor versetzt, um verbliebene Keime abzutöten. Danach erfolgt die chemische Untersuchung im Handlabor (Test der pH-, Chlor- und Nitrit-Werte), um festzustellen, ob das Reinwasser auch als Trinkwasser geeignet ist.

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