Österreich geht mit Schneefall ins Wochenende

Winterlich geht es in Richtung Wochenende: Die Nord- und Zentralalpen sollen morgen, Freitag, den "ersten massiven" Schneefall erleben, so Peter Sabo von der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) am Donnerstag.

Samstag und Sonntag wird das ganze Land von Schneeschauern und Wintergewittern heimgesucht, am Montag ist dann mit dem ersten flächendeckenden Schneefall bis in die Niederungen zu rechnen. Zuvor gab es am Donnerstag aber noch Sturm, der in Wien Spitzen von 115 km/h erreichte.

“Heute, Donnerstag, ist es stürmisch, der Schwerpunkt liegt im östlichen Flachland. Bei der Wiener Hohe Warte wurden Spitzen bis zu 115 km/h gemessen”, so Sabo. Das dürfte der Höchstwert in den Niederungen sein, der ein “Einzelausreißer” bleiben dürfte.

Stürmisch mit Spitzen bis zu 90 km/h soll es auch morgen, Freitag, weitergehen. Dabei zieht langsam kalte Luft entlang der Alpennordseite bis ins westliche Niederösterreich ein: “Allmählich gehen die anhaltenden Niederschläge dann in Schnee über”, prognostizierte Sabo. Dabei sei die Alpensüdseite wetterbegünstigt, hier sollte es vorerst weitgehend noch trocken bleiben. Die Höchsttemperaturen sollen zwischen vier und acht Grad liegen, am wärmsten ist es dabei im Osten Österreichs.

Deutlich kälter in allen Höhen wird es ab Samstag. Minus fünf bis null Grad sollen die Frühtemperaturen betragen. “Die höchsten Temperaturen werden über null bis drei Grad nicht hinausgehen”, so der Meteorologe. Am Sonntag soll stürmisch auffrischender Westwind um die 80 km/h wehen. Starke Bewölkung und Schneeschauer sollen das ganze Land an beiden Tagen heimsuchen, im Süden soll es Wintergewitter geben. Liegen bleiben dürfte die weiße Pracht aber an diesen Tagen noch nicht.

Auch am Montag ist es laut Prognose winterlich kalt mit minus drei bis null Grad in den Morgenstunden und null bis drei Grad tagsüber. “Es schneit verbreitet in ganz Österreich”, erklärte Sabo. Für die Niederungen, z. B. Wien, sei es “die erste Chance, dass der Schnee liegen bleibt”.

Entsprechend den winterlichen Verhältnissen sollte auch das Fahrverhalten angepasst werden: Der Anhalte-Weg bei Schneefahrbahn verdreifacht sich, bei Glatteis versechsfacht er sich sogar, erklärte der Verkehrsclub (VCÖ) und gab Beispiele: Bei 30 km/h beträgt der Anhalte-Weg auf trockener Fahrbahn rund elf Meter, auf Schneefahrbahn steht das Auto erst nach 24 Metern und auf Glatteis nach 41 Metern. Bei Tempo 100 sind es auf trockener Straße 71 Meter, bei Schnee 215 und bei Glatteis 408 Meter.

Der Autofahrerclub ARBÖ warnte vor gefährlichen Seitenböen, die ein Fahrzeug versetzen können – “im schlimmsten Fall sogar auf die Gegenfahrbahn”, hieß es in einer Aussendung. Kleintransporter mit größerer Angriffsfläche könnten sogar umgeworfen werfen. Besonders auf Brücken, bei Tunnelausfahrten, in Häuserschluchten oder bei Lärmschutzwänden bestehe Gefahr. Hier könne die plötzlich eintretende Sogwirkung zu einer Verstärkung führen. Runter vom Gas und Lenkrad mit beiden Händen festhalten, raten die Experten. Wird man von einer Sturmböe erfasst: Ruhe bewahren.

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