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Ostern: Schönborn-Wunsch

"Friede im Heiligen Land". So lautet der große Osterwunsch des Wiener Erzbischofs Kardinal Christoph Schönborn.

Dort, wo Jesus den Frieden gepredigt habe, mögen sich die Menschen versöhnen, appellierte Schönborn im ORF-Radio-“Journal zu Gast” am Samstag.

Umfragen, wonach die Kirche in der Krise sei weil u.a. die Zahl der Katholiken schrumpfe, sieht Schönborn realistisch: Ein Glas ist halb voll oder halb leer, die Zahl der Kirchenbesucher in Wien etwa steige. Im eigentlich Sinn des Wortes (griechisch für Gericht, Entscheidung) herrsche ständig Krise, auch die Gesellschaft habe immer zu entscheiden: “Weg Jesu” oder “Weg der Bequemlichkeit”, Demokratie oder Spaßgesellschaft. Die christlichen Werthaltungen aber “sind nicht für alle selbstverständlich. Sie bedürfen der Überzeugungsarbeit”, sagte der Wiener Oberhirte.

Die Sexskandale, die die Kirche international in Bedrängnis gebracht haben, werfen auch für Österreichs Kirchen Fragen auf: Wie kann man schnell reagieren, schon auf den leisesten Verdacht? Schönborn verwies auf eine neue Einrichtung der Erzdiözese Wien, die Ombudsstelle, der auch Therapeuten, Juristen und Psychologen angehören.

Die “erste Sorge” müsse in solchen Fällen den Opfern gelten. Die Priester stellten aber eine gefährdete Gruppe dar, man müsse dafür sorgen, dass sie angesichts des Zölibats nicht vereinsamen.

Gott sei Dank habe sich im Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch in der Gesellschaft etwas geändert. Es handle sich um kein “Tabuthema” mehr, auch nicht in der Kirche, und das sei “richtig so”, betonte der Kardinal.

Zum Gesundheitszustand von Papst Johannes Paul II. meinte Kardinal Schönborn, dass man mit 82 Jahren auch “alt” und “erschöpft” sein dürfe. Zudem sei der Papst durch Gebrechen und die Parkinson’sche Krankheit schwer belastet. Er habe allerdings eine “seelische” und “geistige” Kraft und werde seinen Weg nach dem Willen Gottes gehen. Die Frage eines Papst-Rücktritts könne man “getrost dem lieben Gott überlassen”.

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