Ortstafeln - Dörfler beharrt auf 25-Prozent-Hürde

Kärntens Landeshauptmann Dörfler
Kärntens Landeshauptmann Dörfler ©APA (Archiv/Techt)
Bei der 10.-Oktober-Feier am Samstag in Klagenfurt, dem 89. Jahrestag der Volksabstimmung von 1920, hat Landeshauptmann Dörfler sein Beharren auf einer 25-Prozent-Hürde für die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln bekräftigt. Zugleich betonte er das friedliche Zusammenleben der Volksgruppen in Südkärnten, das seit Jahrzehnten funktioniere und lediglich durch "einige Wenige" gestört werde.

Brauchtumsverbände, Abwehrkämpferbund, eine Abordnung des Bundesheeres und Kärntens Spitzenpolitiker feierten im Landhaushof den Ausgang der Volksabstimmung mit Blasmusik und Ansprachen. Der Kärntner Heimatdienst, dessen Obmann Josef Feldner seit Jahren in der sogenannten Kärntner Konsensgruppe für eine konstruktive Lösung der Ortstafelfrage eintritt, wurde allerdings nicht eingeladen. Beim Land Kärnten hieß es, man habe die Einladungsliste vom vergangenen Jahr herangezogen, es stecke keine Absicht dahinter.

Landtagspräsident Lobnig attackierte wie Dörfler den Rat der Kärntner Slowenen. Diese hatten eine Internationalisierung der Ortstafelproblematik angekündigt und wurden dafür von Lobnig als Nestbeschmutzer bezeichnet, denen man eine Absage erteilen müsse. Versöhnlicher waren die Töne von Klagenfurts Bürgermeister Scheider, der erklärte: “Hier auf diesem Platz hat Haider seine letzte offizielle Rede gehalten. Er hat zum Miteinander aufgerufen, nehmen wir seine Botschaft auf.”

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