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Orkan: Wiener Feuerwehr rüstet sich

Der Orkan Kyrill versetzt die Wiener Feuerwehr in Alarmbereitschaft: Ab den frühen Abendstunden werde in der Bundeshauptstadt „erhöhte Einsatzbereitschaft“ ausgerufen, sagte Branddirektor Friedrich Perner am Donnerstag zur APA.

Ab etwa 18.00 Uhr werden zehn Fahrzeuge zusätzlich in den Dienst genommen. 500 Feuerwehrmänner mit insgesamt 57 Löschzügen warten dann auf Einsätze zur Beseitigung herabgefallener Äste oder umgestürzter Bäume.

Sollte der Orkan vor den Abendstunden einsetzen, werden die zusätzlichen Kräfte natürlich früher in den Dienst gerufen, sagte Perner. Gleichzeit werde die Katastrophenleitzentrale in Betrieb genommen, die alle Einsätze koordiniere. Dabei sollen zum Beispiel im Norden Wiens, wo die heftigsten Böen erwartet werden, verstärkt Trupps ausrücken. Auch die freiwilligen Feuerwehren in Süßenbrunn und Breitenlee werden eingebunden und in ihren Wachen für Einsätze bereitstehen.

Reichen die vorsorglich getroffenen Maßnahmen nicht aus, können zusätzlich dienstfreie Einsatzkräfte einberufen werden. Insgesamt stehen der Wiener Feuerwehr bis zu 700 Mann und 75 Fahrzeuge zur Verfügung.

Bis zu Geschwindigkeiten von 120 km/h dürfte es an Gebäuden keine Probleme geben, meinte Perner. Frühere Stürme hätten gezeigt, dass die Bausubstanz gut sei und Häuser Windgeschwindigkeiten in diesem Ausmaß ohne Beschädigungen überstehen. Was passiert, wenn die Böen noch stärker sind, wisse er jedoch nicht. „Man kann nur hoffen, dass die 120 km/h nicht überschritten werden“, sagte er.

Besonders wichtig sei, dass sich auch die Bevölkerung auf den drohenden Orkan vorbereite, betonte Perner. Lose Gegenstände in Gärten müssen in Sicherheit gebracht und Fenster dürfen nicht geöffnet werden. Autos sollte man nach Möglichkeit in der Garage lassen und auf Fahrten verzichten. Aber auch ein Parkplatz unter Bäumen könnte dem Pkw durch herunterstürzende Äste gefährlich werden.

Ab Geschwindigkeiten von 80 km/h sollte man am Besten zu Haus bleiben, empfahl Perner. Lassen sich Autofahrten nicht vermeiden, gilt beim Öffnen der Türen größte Vorsicht: Starke Windböen können die Türen verbiegen oder sogar aus der Verankerung reißen.

Keine Gefahr stellen laut Perner Baugerüste da, durch die der Wind einfach durchpfeift. Problematisch seien daran befestigte Planen. Die Baufirmen seien in Alarmbereitschaft und würden diese abmontieren oder wetterfest machen, berichtete der Direktor.

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