ORF reduziert Facebook-Präsenz

Der ORF wird seine Facebook-Präsenz ab 1. Dezember reduzieren.
Der ORF wird seine Facebook-Präsenz ab 1. Dezember reduzieren. ©pixabay.com (Themenbild)
Ab Dezember wird sich der ORF nicht mehr so häufig auf Facebook präsentierenn. Die Auftritte werden von 70 auf 20 reduziert. Hintergrund dafür ist unter anderem der Missbrauch von User-Daten und intransparente Verbreitung.

Der ORF reduziert ab 1. Dezember seine Facebook-Präsenz. Einen grundsätzlichen Beschluss dazu gab es Anfang des Jahres, nun wurde die neue ORF-Strategie zum Umgang mit dem sozialen Netzwerk umgesetzt und am Freitag ORF-intern kommuniziert. Die Facebook-Auftritte des öffentlich-rechtlichen Senders werden demnach von derzeit 70 auf etwa 20 zurückgefahren.

Ein ORF-Dachmarkenauftritt und je ein Auftritt pro Channel beziehungsweise Sender und Landesstudio lautet das neue Credo. Die Nennung von ORF-Facebook-Accounts und die kostenfreie Promotion der Marke Facebook in den Medien des ORF wurde bereits in den vergangenen Monaten zurückgenommen. So wurden alle Promotion-Maßnahmen für die Facebook-Auftritte des ORF durch Inserts im Fernsehen oder Bannerschaltungen auf ORF.at gestoppt. In einem nächsten Schritt werden nun der Video-Upload von ORF-Inhalten auf Facebook und die Zahl der Facebook-Auftritte neu geregelt und massiv reduziert.

Facebook-Auftritte aufgrund von Daten-Missbrauch reduziert

Hintergrund der von Onlinechef Thomas Prantner und Kommunikationschef Martin Biedermann erarbeiteten Neuregelung ist laut ORF einerseits der von Facebook in der jüngeren Vergangenheit in vielfältiger Weise immer wieder zugelassene Missbrauch von User-Daten sowie die intransparente Steuerung der Verbreitung von Inhalten. Andererseits sei Facebook auch ein marktbeherrschender Konkurrent mit demokratiepolitisch bedenklichen Aspekten.

Der ORF will Facebook künftig zur Stärkung und Kommunikation seiner Marken und Sender, zur Interaktion mit dem Publikum und zum Setzen von Links zu Angeboten auf ORF-Plattformen nutzen. Die Facebook-Seiten einzelner Sendungen werden in neue Sender-Auftritte für ORFeins und ORF 2 übergeführt, heißt es in der internen Information. Der ORF wird demnach künftig grundsätzlich keinen redaktionellen Video- oder Audiocontent, keine ganzen Sendungen oder Beiträge mehr auf Facebook hochladen. Ausnahmen sind die “ZiB 100” sowie die Kompakt- und Expressausgaben von “Bundesland heute”. Eigens für Facebook produzierte Werbevideos für ORF-Programme oder Promotiontrailer werden weiter verbreitet. Der Facebook-Auftritt der “Zeit im Bild” wird mit jenem von ORF.at/news fusioniert.

(APA/Red)

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