ORF-Protestnote an russischen Botschafter

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Der ORF hat dem russischen Botschafter in Wien, Stanislaw Ossadtschij, wegen der vorübergehenden Festhaltung der Moskauer ORF-Korrespondentin, Susanne Scholl, eine Protestnote übermittelt.

In dem Brief verurteilten ORF-Generaldirektorin Monika Lindner und ihr designierter Nachfolger Alexander Wrabetz auch die Beschlagnahme eines Teils des abgedrehten Filmmaterials, wie der ORF am Montag in einer Aussendung mitteilte.

Scholl war am Freitag nach genehmigten Dreharbeiten in Tschetschenien gemeinsam mit ihrem TV-Team mehrere Stunden lang festgehalten worden. Sie musste eine Kassette, die sich in der Kamera befand, sowie ein Satellitentelefon zurücklassen. Das Material ist laut ORF bis heute beschlagnahmt. Lindner und Wrabetz bezeichneten dieses Verhalten der Behörden in Tschetschenien als „inakzeptablen Eingriff in die journalistische Berufsausübung und Einschränkung der Meinungsfreiheit“.

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