Oppositionspartei Fine Gael bei Irland-Wahl siegreich

In Irland hat Nachwahlbefragungen zufolge erwartungsgemäß die Opposition die Parlamentswahl gewonnen.

Die konservative Fine Gael habe gesiegt, die absolute Mehrheit aber verpasst, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunksender RTE am Samstag. Demnach kam die Fine Gael auf rund 36 Prozent der Stimmen, ihr bestes Ergebnis seit 1982. Einige Umfragen im Vorfeld hatten die größte Oppositionspartei mit ihrem Spitzenkandidaten Enda Kenny allerdings bei fast 40 Prozent gesehen. Die bisher regierende Fianna Fail von Premierminister Brian Cowen kam den Nachwahlbefragungen zufolge nur noch auf rund 15 Prozent.

Es war allgemein erwartet worden, dass die Parlamentswahl vom Freitag zu einem Regierungswechsel führen würde. Etwa 3,1 Millionen Iren waren am Freitag aufgerufen gewesen, die 165 Abgeordneten des Unterhauses in der Hauptstadt Dublin neu zu bestimmen. Wichtigstes Thema bei der Wahl war die Schuldenkrise, die Irland fest im Griff hat.

Die Stimmenauszählung sollte am Samstagvormittag beginnen. Mit ersten amtlichen Ergebnissen wurde für den Abend gerechnet. Die Wahlbeteiligung lag mit wohl mehr als 70 Prozent höher als bei der Parlamentswahl 2007.

Cowen war wegen der irischen Bankenkrise stark unter Druck geraten. Hintergrund war die Annahme eines 85 Milliarden Euro schweren Hilfspakets von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Cowen selbst war bei der Wahl nicht erneut angetreten. Er hatte Staatschefin Mary McAleese Anfang Februar um die Auflösung des Parlaments gebeten. Zuvor hatte er den Vorsitz seiner Fianna-Fail-Partei niedergelegt. Daraufhin war die Regierungskoalition geplatzt. (APA)

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