Opposition zwischen Langeweile und Kampfeslust

Wenig überrascht hat sich die Opposition im Wiener Rathaus am Dienstag vom endgültig fixierten Wahltermin am 23. Oktober gezeigt - ÖVP ortet "Bankrotterklärung der Wiener SPÖ."

Die ÖVP spottete über den „weisen Ratschluss in Machtvollkommenheit“ von Bürgermeister Michael Häupl (S), die FPÖ ortete eine Bankrotterklärung der absolut regierenden SPÖ. Die Grünen freuen sich auf den Wahlkampf, und das BZÖ bezweifelte den Neuigkeitswert der Verlautbarung Häupls.


ÖVP-Landesgeschäftsführer Norbert Walter forderte einmal mehr die Einführung der Briefwahl bei den Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen. Eine gestärkte ÖVP werde in der nächsten Legislaturperiode jedenfalls einen weiteren Anlauf zu einer Demokratisierung der Wiener Stadtverfassung vornehmen, so Walter in einer Aussendung.


FP-Chef Heinz-Christian Strache betonte, dass „jede Stimme mehr für Häupl eine Stimme gegen unser Wien ist“. Sein Parteikollege und Klubchef im Landtag, Hilmar Kabas, mutmaßte, dass Häupl die Legislaturperiode abgekürzt habe, um noch schnell vor der nächsten Teuerungswelle wählen lassen zu können.


Für BZÖ-Landesobmann Günther Barnet und die Grüne Klubofrau Maria Vassilakou kommt die Festlegung auf den 23. Oktober wenig überraschend. Barnet hielt der SPÖ vor, zu wenig gegen Rekordarbeitslosigkeit, Teuerungen und Attraktivitätsverlust des Wirtschaftsstandortes zu tun. Vassilakou betonte, dass man umso schneller wieder die Arbeit aufnehmen könne, je früher gewählt werde.

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