Opposition verlangt Offenlegung

SPÖ und Grüne fordern eine Veröffentlichung der von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) in Auszügen vorgelegten Volksschul-Lesestudie.

SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser kritisierte, dass diese über den ÖVP-Pressedienst ausgesendet worden sei. Niemand könne überprüfen, ob die Zahlen stimmen oder nicht – „das ist eine Schande für ein Ressort, das sich auch ’Wissenschaftsministerium’ nennt“, so Niederwieser in einer Aussendung.

Da die Untersuchung ihm nicht zugänglich sei, stellten sich viele Fragen, meinte Niederwieser: „Wer hat die Studie durchgeführt, wann wird sie dem Parlament zur Verfügung gestellt, werden wir sie im kommenden Unterrichtsausschuss diskutieren können, wie wurde der PISA Erkenntnis Rechnung getragen, dass Burschen in einigen Schultypen erheblich schlechter abschneiden als Mädchen? Und was gedenkt die Ministerin zu tun, um der herkunftsspezifischen Benachteiligung von Kindern bei der Lesefähigkeit zu begegnen d.h. gerechtere Bildungschancen herzustellen?“.

Ähnlich der Grüne Bildungssprecher Dieter Brosz in einer Aussendung: Prinzipiell sei es erfreulich, wenn Gehrer „endlich erkannt“ habe, dass die Förderung von Schülern zu Verbesserungen führe. Gleichzeitig sei es dann aber im Umkehrschluss nahe liegend, dass es vorher zu wenig Förderung gegeben habe. Gleichzeitig forderte auch Brosz die Offenlegung der Studie. Es sei zu hoffen, dass Gehrer nicht Äpfel mit Birnen verglichen habe.

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