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Opposition siegt bei Präsidentenwahl

Der kenianische Oppositionspolitiker Mwai Kibaki (71) ist zum neuen Präsidenten des ostafrikanischen Landes gewählt worden.

Kibaki habe nach der Auszählung der Hälfte aller Wahlkreise deutlich vor dem Bewerber der regierenden Afrikanischen Nationalunion Kenias (KANU) gelegen, sagte am Sonntag ein Mitarbeiter der amtlichen Wahlkommission. Die übrigen Stimmen würden nichts mehr am Ergebnis ändern. Bei den gleichzeitig abgehaltenen Parlamentswahlen errang die oppositionelle Nationale Regenbogenkoalition (NARC) demnach eine absolute Mehrheit. Damit kommt es erstmals seit der Unabhängigkeit Kenias vor vier Jahrzehnten zu einem Machtwechsel.

Kenianischen Medienberichten zufolge kam Kibaki nach Auszählung von 151 der 210 Wahlkreise auf 2,8 Millionen oder 62 Prozent der Stimmen, während sein Gegenkandidat Uhuru Kenyatta (41) von der KANU bei 1,3 Millionen oder 29 Prozent der Stimmen lag. Die restlichen drei Kandidaten erreichten insgesamt 8,4 Prozent der Stimmen. Laut Wahlbeobachtern gaben bei der Wahl am Freitag insgesamt mehr als zwei Drittel der 10,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Auch bei der Parlamentswahl zeichnete sich den Angaben zufolge ein Erdrutschsieg der Opposition ab. Die NARC hatte nach Auszählung von 157 Wahlkreisen bereits 104 Mandate sicher, während KANU auf 39 Abgeordnetensitze kam. Die restlichen 14 Sitze entfielen auf drei weitere Parteien. Insgesamt zählt das kenianische Parlament 210 Abgeordnete.

Präsident Daniel Arap Moi (78) hatte bereits vor dem Vorliegen des Ergebnisses betont, dass er die Macht in jedem Fall abgeben werde. „Das ist Demokratie“, sagte der Präsident am Samstag bei einer Abschiedszeremonie in Nairobi. Kibaki soll kenianischen Medienberichten zufolge bereits am Montag seinen Amtseid ablegen.

Arap Moi durfte zwei Amtsperioden seit der Einführung des Mehrparteiensystems in Kenia nicht mehr antreten. Deshalb nominierte er den politischen Neuling Kenyatta, Sohn des ersten Staatschefs Jomo Kenyatta, zum Kandidaten seiner Partei. Bei den vergangenen Präsidentenwahlen im Jahr 1997 hatte sich Arap Moi noch klar gegen Kibaki durchgesetzt.

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