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Opferzahlen steigen minütlich: Über 140 Tote bei Anschlägen im Jemen

Im Jemen wurden bei Anschlägen bereits 140 Menschen getötet.
Im Jemen wurden bei Anschlägen bereits 140 Menschen getötet. ©EPA
Die Opferzahl nach den Anschlägen auf zwei Moscheen in Sanaa steigen minütlich: Nach jüngsten Angaben der Rettungskräfte sind mindestens 142 Menschen getötet worden.

Die Bombenattentate vom Freitag, zu denen sich ein bisher unbekannter Arm der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte, richteten sich gegen zwei Moscheen, die von Anhängern der schiitischen Huthi-Miliz besucht werden.

“Spitze des Eisbergs”

Vier “Ritter” hätten in zwei Moscheen Sprengstoffgürtel gezündet, erklärten die Extremisten am Freitag in einer im Internet verbreiteten Textbotschaft. Bisher war von drei Attentätern die Rede gewesen. Auch die Jihad-Beobachterplattform “Site” berichtete über die IS-Botschaft. Ob sie echt ist, ließ sich zunächst nicht prüfen. Die Angriffe vom Freitag seien “nur die Spitze des Eisbergs” ihres Kampfes, hieß es in der Botschaft weiter.

Die Attentäter hatten sich nach Angaben von Sicherheitskräften während des Freitagsgebets in und vor den überwiegend von Schiiten besuchten Gotteshäusern in der Hauptstadt Sanaa in die Luft gesprengt.

Präsident hat sich abgesetzt

Die Anschläge sind der bisherige Höhepunkt der Gewaltwelle, die das verarmte arabische Land derzeit erlebt. Der Jemen steckt mitten in einem Machtkampf, der sich zu einem Bürgerkrieg auszuweiten droht. Die schiitische Houthi-Miliz hat weite Teile der nördlichen Landeshälfte einschließlich Sanaas unter ihre Kontrolle gebracht. Der von den Vereinten Nationen anerkannte Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi hat sich in den Süden nach Aden abgesetzt. Dort griff ein bisher nicht identifizierter Kampfjet am Donnerstag den Präsidentenpalast an. Am Freitag überflogen Augenzeugen zufolge erneut Flugzeuge die Stadt. Auf diese sei das Feuer eröffnet worden. Details lagen nicht vor.

Botschaften geschlossen

Wegen der Unruhen haben mehrere Länder, darunter Deutschland und die USA, ihre Botschaften im Jemen geschlossen. Österreich ist nur durch ein Honorarkonsulat vertreten. Das Land ist Basis der Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, die als radikalster Flügel der Extremistenorganisation gilt. Der Islamische Staat hat große Teile des Irak und Syriens unter seine Kontrolle gebracht. Die Miliz hat aber auch in vielen anderen Ländern Anhänger. So bekannte sie sich auch zu dem Anschlag auf ausländische Touristen in Tunesien am Mittwoch.

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