Opferhilfe: 40 Prozent mehr Betroffene

Im ersten Halbjahr 2008 haben rund 2.500 Verbrechensopfer den Weißen Ring kontaktiert. Das sei eine Steigerung von etwa 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so die Kriminalitätsopferhilfe in einer Aussendung am Montag.

Einen Anstieg von rund zwei Drittel gab es auch im Bereich der Prozessbegleitung: In 243 Fällen nahmen Betroffene das Angebot an – im Vergleichszeitraum 2007 waren es um hundert Menschen weniger.

Bei den Fällen, in denen das Angebot der psychosozialen sowie anwaltlichen Prozessbegleitung genutzt wurden, reichte das Spektrum an Delikten von Körperverletzung (36 Prozent) bis zum Mord (fünf Prozent), so der Weiße Ring. Den Anstieg führte Udo Jesionek, Präsident der gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern, darauf zurück, dass Polizei und Justiz “die Informationspflicht ernst nimmt, die mit 1.1.2008 klar in der Strafprozessordnung festgeschrieben ist”.

Seit 1. Juli 2007 betreut der Weiße Ring auch das bundesweite Notruftelefon 0800/112 112: Dieses Angebot nutzen pro Tag etwa 30 Menschen. 64 Prozent der Gespräche wurden mit Frauen geführt, 35 Prozent mit Männern und ein Prozent mit Kindern, zog der Weiße Ring Bilanz. Rund 60 Prozent der Anrufer seien selbst Opfer einer Straftat geworden, in 15 Prozent würden Angehörige Rat und Hilfe suchen. Die am häufigsten genannten Delikte sind laut der Gesellschaft Körperverletzung (21 Prozent), häusliche Gewalt (13,7 Prozent) und Stalking (11,2 Prozent).

Web: http://www.weisser-ring.at

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