Opernball-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

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Die Vorbereitungen für den Opernball sind am Dienstag, zwei Tage vor dem großen Ereignis, bereits auf Hochtouren gelaufen - 500 Arbeiter beschäftigt - In 30 Stunden ist alles für das große Fest bereit.

Insgesamt rund 500 Arbeiter bauten das Sangeshaus nach einem minutiösen Zeitplan zu einem prächtigen Ballsaal um. Viel zu tun gab es vor allem im Zuschauerraum und auf der Bühne.

Deadline: Donnerstag 9 Uhr

Walter Renner, der seit 1986 in der Oper beschäftigt ist, zeichnet für das hektische Treiben verantwortlich. Er muss sich voll und ganz auf seine sechs Truppführer verlassen können, die er persönlich eingeschult hat. Denn am Donnerstag, um Punkt 9.00 Uhr, wenn die behördliche Begehung erfolgt, muss der Großteil fertig gestellt sein. Bis dahin sollte alles wie am Schnürchen laufen, betonte er: „Reservezeit haben wir in Wirklichkeit ja keine.“

Ein zentraler Bestandteil des Umbaus der Oper zum Ballsaal ist der Boden, der den Zuschauerraum auf einer Ebene mit der Bühne zusammenfügt. Dazu werden die Sessel entfernt und bis zu 170 etwa zwei Quadratmeter hohe Platten so verlegt, dass aus dem eigentlich abschüssigen Raum eine gerade Fläche wird. Auf der Bühne werden zudem die Logen aufgebaut, in denen am Ball bis zu 500 Gäste Platz finden. Auch der Blumenschmuck wird in dem Raum angebracht: Rund 50.000 Pflanzen werden für die Dekoration gebraucht.

70 LKW im Einsatz

Für den Transport sind rund 70 Tiefladerfuhren nötig, so Renner. Sie alle transportieren rund eine Tonne an Material, das ansonsten in einem Depot in Petronell gelagert ist. „Das Gewicht ist aber weniger das Problem, sondern die Sperrigkeit“, erklärte er.

Kleinere und größere Pannen ist man trotz aller Vorausplanung – „richtig los geht es im November“ – gewohnt, wie Renner schilderte. Als Hauptfeind für den reibungslosen Ablauf entpuppte sich immer wieder das Wetter. So auch heuer: Der starke Wind hat erst Dienstag früh das Gerüst für eine Bühnenloge regelrecht vom Tieflader gefegt. Das neuneinhalb Meter lange und drei Meter tiefe Ungetüm ist dadurch völlig verbogen, erzählte Renner: „Daran wird jetzt natürlich emsig gearbeitet.“

Aufbau 30, Abbau 20 Stunden

Insgesamt sind für die Arbeiten 30 Stunden eingeplant. Neben den regulären Bühnenarbeitern sind dafür 30 Fremdfirmen engagiert. Nach der großen Feier geht das Ganze wieder retour, allerdings etwas schneller: Für den Rückbau der Oper sind 20 Stunden vorgesehen.

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