Opel-Werk in Aspern steht still

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Im Opel-Werk in Wien-Aspern werden heute im Rahmen des europaweiten Aktionstag gegen den geplanten radikalen Stellenabbau bei Opel Informationsveranstaltungen abgehalten. Die Produktion im Bochumer Werk steht schon den sechsten Tag in Folge still.

Die Proteste der Opel-Mitarbeiter gegen den geplanten drastischen Stellenabbau erreichen mit einem europaweiten Aktionstag am Dienstag einen vorläufigen Höhepunkt. Die Produktion im Bochumer Werk steht den sechsten Tag in Folge still. Auch im direkt zum GM-Konzern gehörenden Motoren- und Getriebewerk in Wien-Aspern werden heute drei Stunden lang Informationsveranstaltungen abgehalten.

Einem Pressebericht zufolge erwägt das Opel-Management fristlose Kündigungen für mutmaßliche Anführer des wilden Streiks. Bundeskanzler Gerhard Schröder mahnte die Beschäftigten und den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) zu einer Verhandlungslösung.

In Bochum werden bis zu 10.000 Menschen zu einer Kundgebung erwartet. Insgesamt sollen sich an den Standorten der europäischen GM-Konzerntöchter Opel, Vauxhall und Saab rund 40.000 Beschäftigte an verschiedenen Veranstaltungen beteiligen. In Kaiserslautern wollen 2500 Arbeiter vorübergehend die Arbeit niederlegen. Auch am Stammsitz Rüsselsheim wird die Produktion wohl zeitweise ruhen. In Bochum beschloss auch die Frühschicht am Dienstagmorgen, die Arbeit ruhen zu lassen.

Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, die Kündigung „mutmaßlicher Rädelsführer“ der Bochumer Proteste solle mit Verstößen gegen das Betriebsverfassungsgesetz begründet werden. Zunächst wolle Opel jedoch die Entwicklung beim Aktionstag abwarten. GM will in Europa 12.000 der insgesamt 63.000 Stellen abbauen. Nach Angaben des Betriebsrats sollen in Deutschland 10.000 Jobs verschwinden, davon jeweils 4.000 in Rüsselsheim und Bochum.

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