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Online Banking wird in Österreich immer beliebter

Online Banking wird in Österreich immer beliebter.
Online Banking wird in Österreich immer beliebter. ©pixabay.com
Bankgeschäfte werden immer öfter mittels Smartphone, PC oder Tablet durchgeführt. Im Gegensatz dazu werden Bankfilialen immer seltener aufgesucht oder angerufen.

Von einem Finanzdienstleister wird ein gutes und breites digitales Angebot erwartet, aber auch das Bestehen von Filialen ist von großer Bedeutung, geht aus eine neuen Umfrage des Beraters EY hervor.

Online Banking immer beliebter

Der Unternehmensberater hat im Rahmen seiner “Global Consumer Banking Survey 2018” online auch 568 Bankkunden befragt. Demnach gaben 49 bzw. 42 Prozent der 18- bis 34-Jährigen an, mit einem Smartphone bzw. PC oder Tablet Bankgeschäfte durchzuführen. Dagegen gaben 64 bzw. 55 Prozent an, seltener in einer Filiale anzurufen bzw. eine solche zu besuchen, wie EY am Montag mitteilte.

Generell ist der Anteil jener, die ihrer Hausbank zur Gänze vertrauen, gegenüber 2014 von 42 auf 39 Prozent gesunken. Auch die Loyalität gegenüber der eigenen Bank hat sich verringert: 78 Prozent der Kunden verfügen über Konten bei mindestens zwei verschiedenen Banken, 20 Prozent sind Kunden bei vier oder mehr Banken. Für die Hälfte der Befragten ist der Schutz der persönlichen und finanziellen Daten der Hauptgrund für das Vertrauen in ihre Bank. Gerade junge Österreicher können sich vorstellen, zu einem (reinen) Online-Finanzdienstleister zu wechseln.

Persönlicher Kontekt zu Bankberater nicht mehr so wichtig

Jeder dritte Österreicher würde ohne zu zögern aufgrund von besseren digitalen Diensten die Bank wechseln und dabei sogar auf den persönlichen Kontakt zu Bankberatern zu verzichten. Mehr als die Hälfte gab an, mit Mitarbeitern der Bank nur dann zu sprechen, wenn die Online-Dienste nicht ausreichend seien. Bei jungen Österreichern ist diese Tendenz noch ausgeprägter.

Vor allem bei der Entscheidungsfindung ist aber der persönliche Kontakt für viele besonders wichtig. 64 Prozent wollen vor dem Kauf von Bankprodukten immer noch mit einem Bankberater sprechen.

Bei der Auswahl eines neuen Finanzdienstleisters wird von den Kunden sowohl die physische Präsenz als auch eine umfassende “digitale Exzellenz” gewünscht und erwartet. Das Verhältnis bewege sich jedoch immer mehr in Richtung des digitalen Vertriebs, so die Berater.

Der Wechsel von einer Bank zu einer anderen erschien vielen Befragten noch zu kompliziert. Fast jeder Zweite würde zu einer konkurrierenden Bank wechseln, wenn der Wechselprozess einfacher wäre. Auch der nahtlose Wechsel der verschiedenen Vertriebskanäle innerhalb einer Bank ist für die Hälfte wichtig.

(APA/Red)

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