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Ombudsstelle fordert mehr Transparenz bei Uni-Aufnahmsprüfungen

Studenten-Ombudsstelle für mehr Transparenz bei Aufnahmsprüfungen
Studenten-Ombudsstelle für mehr Transparenz bei Aufnahmsprüfungen ©APA
Die Studenten-Ombudsstelle schlägt eine Gesetzesänderung für die Aufnahmeverfahren an heimischen Hochschulen vor. Es wird mehr Transparenz gefordert.

Künftig soll bereits Studienwerbern bei Zulassungsprüfungen ein Recht auf Einsichtnahme in Prüfungsunterlagen inklusive der gestellten Prüfungsfragen und Kopiererlaubnis gewährt werden, heißt es im Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle. Studenten haben bereits umfassende Rechte zur Einsichtnahme in abgelegte Prüfungen. Derzeit räumen aber nur einzelne Universitäten diese Möglichkeiten auch Interessenten, die an Aufnahme-, Eignungs- und Zulassungsverfahren teilgenommen haben, zumindest teilweise ein.

Mehr Transparenz bei Aufnahmeprüfung

Auch bei Aufnahmeverfahren an Fachhochschulen (FH) wird vorgeschlagen, Bewerbern neben ihrem Ranking-Platz auch Informationen über die Punktevergabe oder etwa die Gesamtzahl der Bewerber bekannt zu geben. Ebenfalls an FH richtet sich der Vorschlag, dass alle Erhalter die Satzungen sowie die Studien- und Prüfungsordnungen nicht nur passwort-geschützt im Internet veröffentlichen sollten, wie es in dem Bericht heißt.

Die Ombudsstelle ortet zudem, dass es an österreichischen Hochschulen “zu (teilweise massiven) Problemen” im Rahmen von Anerkennungsverfahren von Prüfungsleistungen, sowohl innerstaatlich als auch international, komme. Es sollten daher aus Transparenz-Gründen und zur Entscheidungshilfe Anerkennungsbescheide dokumentiert und etwa in einer Intranet-Datenbank einsehbar gemacht werden.

“Zuständigen Organe nicht transparent”

Auch wenn es zum Wechsel der Betreuers bei Dissertationen kommt, zeigen Anlassfälle, dass “die zuständigen Organe nicht transparent oder nicht zeitnah entscheiden”. Studenten, die aus Kriegs- oder Krisengebieten wie etwa der Ost-Ukraine kommen, sollten zwecks Beschaffung von Originaldokumenten zum Nachweis der Universitätsreife nicht in unsichere Gebiete reisen müssen. Außerdem wird der Ausbau der Möglichkeiten für Studierende, in universitätsinternen Konfliktsituationen professionelle Mediation in Anspruch zu nehmen oder eine Erklärung von allen Hochschulen zur Umsetzung der “Europäischen Charta für Forscher” und des “Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschern” gefordert.

(APA)

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