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Sommerspiele in Rio: Olympisches Feuer entfacht

In der antiken Städte Olympia wurde das Feuer für die Sommerspiele in Rio de Janeiro entfacht
In der antiken Städte Olympia wurde das Feuer für die Sommerspiele in Rio de Janeiro entfacht ©AP
Das olympische Feuer für die Sommerspiele in Rio de Janeiro ist am Donnerstag in der antiken Stätte von Olympia in Griechenland entzündet worden. Entgegen der Tradition soll es seinen Platz aber nicht im Olympiastadion finden.

Im Beisein von IOC-Präsident Thomas Bach wurde das Feuer traditionell mit Hilfe eines Parabolspiegels und der Sonnenstrahlen entfacht. In den kommenden Wochen wird das Feuer mehr als 20 000 Kilometer auf dem Landweg und 10 000 Kilometer in der Luft zurücklegen. 12 000 Fackelträger werden das Feuer in 329 Städte Brasiliens tragen, ehe es am 5. August das Olympiastadion von Rio bei der Eröffnungsfeier erreichen wird.

Dort soll die Flamme aber, entgegen der olympischen Tradition, nicht bleiben. Sie soll nach der Entzündung bei der Eröffnungsfeier im Maracanã-Stadion einen Platz im Zentrum Rios erhalten, sagte ein Sprecher des Organisationskomitees der Deutschen Presse-Agentur. Die Details würden aber noch nicht preisgegeben. Wie die Zeitung “Folha de Sao Paulo” berichtete, könnte die Flamme in der Hafengegend ihren Platz finden, wo auch ein großer Olympiaboulevard geplant ist. Zur Schlussfeier soll die Flamme dann wieder in das Maracanã-Stadion kommen und dort erlöschen.

Als Priesterinnen verkleidete Tänzerinnen mit der olympischen Flamme
Als Priesterinnen verkleidete Tänzerinnen mit der olympischen Flamme ©Als Priesterinnen verkleidete Tänzerinnen mit der olympischen Flamme – AP

Kein klassisches Olympiastadion in Rio

Ähnlich wie bei den Winterspielen 2014 im russischen Sotschi könnte das Feuer dann dort seinen Platz finden, wo viele Olympiatouristen vorbeischauen – aber jenseits der Wettkampfstätten. Vielleicht aber mit Postkartenmotiven wie dem Zuckerhut im Hintergrund. Die ersten Spiele in Südamerika finden über die ganze Stadt verteilt statt. Normalerweise bleibt die Flamme im Olympiastadion – aber bei Rio 2016 gibt es kein klassisches Olympiastadion, das das Zentrum bildet.

Eröffnungs- und Schlussfeier finden im Fußballtempel Maracanã statt, die Leichtathletikwettbewerbe werden hingegen im auf 60 000 Zuschauer ausgebauten Stadion des Fußballclubs Botafogo ausgetragen, das während der Spiele zum Olympiastadion João Havelange wird. Das Herz der Spiele wird mit 14 Sportstätten der Olympiapark in Barra sein, der fast 40 Kilometer vom Zentrum der Metropole entfernt liegt.

(dpa/red)

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