Olympia-Affäre: Bürgermeister Schaden wegen Verleumdung angezeigt

Der ehemalige Kassier des Fördervereins zur Salzburger Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2014, Gottfried Forsthuber, hat Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) bei der Staatsanwaltschaft Salzburg wegen des Verdachtes der Verleumdung angezeigt.
Forsthuber bezieht sich dabei auf eine Aussage des Bürgermeisters in den “Salzburger Nachrichten” vom 16. September 2010, wonach zwei Männer im Förderverein laut Strafakt 1,3 Mio. Euro auf die Seite geräumt hätten. Forsthuber fühlte sich angesprochen und sandte Mitte dieser Woche eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft, in der er die Vorwürfe vehement bestreitet.

“Ich war Kassier und Liquidator des Fördervereins. Da ist nichts veruntreut worden. Das lass ich mir nicht gefallen”, erklärte der Rechtsanwalt aus Baden bei Wien am Freitagnachmittag gegenüber der APA. Obwohl er nicht dezidiert wisse, welche Herren der Bürgermeister in dem Interview gemeint hätte, habe er die Anzeige eingebracht. “Es fühlen sich sicher alle Mitglieder angesprochen. Der Bürgermeister soll sich im Zaum halten. Er soll sagen, was Sache ist und nicht solche Blödheiten von sich geben.”

Er habe die Buchhaltung des Vereins bis auf den letzten Pfennig geprüft. “Die Einnahmen und Ausgaben liegen mir vor. Die Unterlagen sind in Ordnung und wurden der Staatsanwaltschaft vorgelegt”, betonte der Rechtsanwalt. Von jenem Gerücht, wonach der Förderverein ein Geheimkonto geführt hätte, habe er noch nichts gehört, sagte Forsthuber. “Ich weiß von keinem Geheimkonto. Wenn Schaden aber behauptet, es sei vom Förderverein etwas veruntreut worden, dann weiß er ja vielleicht mehr.” Der Bürgermeister konnte bisher für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

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