OGH Mexikos für Adoptionen homosexueller Paare

Der Oberste Gerichtshof Mexikos hat sich mit klarer Mehrheit hinter ein Gesetz gestellt, das homosexuellen Paaren Adoptionen erlaubt. Die Richter votierten am Montag mit neun zu zwei Stimmen für die Regelung in der Hauptstadt Mexico Stadt und wiesen damit einen Antrag der Staatsanwaltschaft zurück.

Wenn gleichgeschlechtlichen Paaren die Eheschließung erlaubt werde, müssten sie folgerichtig auch Kinder adoptieren dürfen, erklärte das Gericht. Homosexuelle Ehepartner für weniger geeignet zur Kindererziehung zu halten als heterosexuelle Elternpaare sei diskriminierend. Der Oberste Gerichtshof hatte in diesem Monat bereits ein in der Hauptstadt verabschiedetes Gesetz zur Homo-Ehe gebilligt. Die Regelung gilt lediglich in Mexico Stadt, alle Bundesstaaten müssen dort geschlossene Ehen und genehmigte Adoptionen von Schwulen und Lesben aber anerkennen.

Unterdessen können trotz Aufhebung des Verbots gleichgeschlechtlicher Ehen in Kalifornien Homosexuelle in dem US-Staat vorerst nicht getraut werden: Ein Berufungsgericht stoppte am Montag die Wiederzulassung solcher Eheschließungen. Vor dem Gericht sind mehrere Berufungsklagen gegen die Aufhebung des Verbots der Homo-Ehe anhängig. Bis über diese Klagen entschieden sei, dürften Homosexuelle in Kalifornien nicht getraut werden, entschied das Berufungsgericht. Als Anhörungstermin wurde der 6. Dezember festgesetzt.

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