Österreich unterstützt Zentralafrika-Flüchtlinge

Österreichs Bundesregierung erwägt die Unterstützung von Flüchtlingen in der Zentralafrikanischen Republik. Die Koalition wolle auf Antrag des Außenministeriums bei ihrer Klausur in Waidhofen an der Ybbs beschließen, 500.000 Euro aus dem Katastrophenfonds loszueisen, schreibt die Tageszeitung "Die Presse".


Im Gespräch sei auch die Beteiligung an einer EU-Truppe, die Frankreichs Kontingent in Bangui vorübergehend mit insgesamt 700 bis 1.000 Soldaten entlasten solle. Verteidigungsminister Klug und Außenminister Kurz wollen laut “Presse” noch am Freitag darüber reden. Am kommenden Montag steht die Krise in der Zentralafrikanischen Republik auch auf der Agenda des EU-Außenministerrats in Brüssel.

SPÖ und ÖVP hätten in ihrem Regierungspakt vereinbart, das Kontingent österreichischer Soldaten im Ausland wieder auf 1.110 Mann aufzustocken. Seit dem Abzug von den syrischen Golanhöhen habe Österreich nur noch rund 800 Bundesheer-Angehörige im Ausland stationiert. Ein Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik sei jedoch nur eine von mehreren Optionen, um das Plansoll zu erfüllen. “Es ist noch alles offen”, erklärte Andreas Strobl, der Sprecher des Verteidigungsministers auf Anfrage der “Presse”.

Möglich sei auch, dass sich Österreich bei den Einsätzen in Mali oder im Südsudan engagiere. Zudem habe die NATO offiziell angefragt, ob Österreich sein Engagement im Kosovo verstärke.

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