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Österreich - Oben und unten - Trailer und Kritik zum Film

Nach der Doku "Bavaria", der "Liebeserklärung" an seine Heimat Bayern, hat sich Regisseur Joseph Vilsmaier erneut für Flugaufnahmen in einen Helikopter begeben.

Mit “Österreich – Oben und unten” will er das Land der Berge aus einer Perspektive zeigen, “aus der man Österreich noch nicht gesehen hat”. Das Ergebnis, mehr Tourismus-Werbefilm denn Dokumentation, startet am Freitag in unseren Kinos.

Österreich – Oben und unten – Geschichte

99 Minuten lang serviert Vilsmaier geballtes Österreich, ein Bundesland nach dem anderen: Dörfer, Täler, Flüsse, Berge, Seen – und viele, viele Kirchen. Bilder von oben, aufgenommen mit einer auf dem Hubschrauber montierten, 500.000-Euro-teuren “Cineflex”-Kamera, wechseln mit Aufnahmen zu ebener Erde ab. Zeit zum Zurücklehnen bleibt bei dem Tempo, das da vorgelegt wird, nicht. Erst der Erzberg aus der Vogelperspektive, dann das Erzbergrodeo aus nächster Nähe. Mal der blitzblaue Wörthersee in seiner Pracht, dann das nahegelegene Gotteshaus – “für die Reue” nach der sommerlichen Partymeile – von innen.

Landschaft steht dabei neben Tradition und Brauchtum, technische Innovation neben Partyleben: Heimische Betriebe von Red Bull bis voestalpine werden gewürdigt, volkstümliche Feste ausgekostet. Kommentiert wird das Ganze von des Österreichers Lieblings-Kabarettisten Michael Niavarani. Dass ihm der Schmäh dabei in den Mund gelegt wird, wird schnell deutlich: Zu beliebig die historischen Anekdoten über diverse Erzherzöge, zu altbacken die Witze, zu erzwungen seine Dialekt-Gehversuche und Lästereien über manch Bundesland-typischen Menschenschlag. Aktuelle wie auch historische Missstände werden komplett ausgespart – geht es doch um “Stolz darin, dass es das eigene Land ist”, wie es am Schluss heißt: “Also lasst es uns hochleben.” Einzig Kärntens Ortstafelproblematik erfährt eine kurze Andeutung – verschiedene Bevölkerungsgruppen wird man dennoch nicht kennenlernen.

Österreich – Oben und unten – Kritik

Wer bis zuletzt hofft, dass Vilsmaier mal Kitsch und Folklore durchbricht oder doch den einen oder anderen unentdeckten Winkel des Landes präsentiert, wird enttäuscht. Ein Blick abseits des Standard-Touristenführers wird nicht gewagt, stattdessen werden Klassiker vom Salzburger “Jedermann” bis zu den Seefestspielen Mörbisch abgefeiert, altbekannte Wahrzeichen aus jedem Winkel in Szene gesetzt. Dass sich der vielfach prämierte Vilsmaier (“Schlafes Bruder”, “Comedian Harmonists”) nach den verhaltenen Reaktionen auf “Bavaria” nun auch Österreich angenommen hat, geht auf den Filmproduzenten Karl Spiehs zurück, der das Ganze mit seiner Lisa Film möglich machte. Vilsmaiers Anspruch, gemeinsam mit Hubschrauberpilot Hans Ostler “ein Land wie neu geschaffen” zu präsentieren, ist jedenfalls auch diesmal gescheitert: Am Ende erinnert “Österreich – Oben und unten” vielmehr an eine Mischung aus Werbespot und Universum-Doku. Die Österreich Werbung dürfte es freuen.

Wer sich seine Portion Nationalstolz dennoch abholen will, dem sei der bereits auf CD erschienene, fantastische Soundtrack empfohlen: Hubert von Goisern hat für “Filmmusik” (Capriola) Songs aus seinem 25-jährigen Schaffen in Zusammenarbeit mit Robert Opratko und dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien neu arrangiert und so ein zwischen Jodeln, Volksmusik, Walzer und sakralen Klängen changierendes Klangerlebnis geschaffen, das ohne Bilder funktioniert.

Alle Spielzeiten auf einem Blick

(APA)

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