Österreich: Die wärmsten zwölf Monate in der Messgeschichte verzeichnet

Die letzten zwölf Monate waren die wärmsten seit Beginn der Messgeschichte.
Die letzten zwölf Monate waren die wärmsten seit Beginn der Messgeschichte. ©APA/Georg Hochmuth (Themenbild)
Die letzten zwölf Monate waren die wärmsten in Österreich. Die Temperaturen lagen zwischen April 2018 und März 2019 deutlich über dem Mittel.

Nachdem 2018 das heißeste Jahr in Österreich war, hat es nun die zwölf wärmsten Monate in Folge gegeben. “In der mit 1767 beginnenden Messgeschichte Österreichs war ein Zeitraum von zwölf Monaten noch nie so ungewöhnlich warm wie von April 2018 bis März 2019”, erläuterte ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik am Freitag in einer Aussendung. Der zu Ende gehende März war zudem sehr mild und sehr trocken.

“Verglichen mit dem – ohnehin schon sehr hohen – Klimamittel 1981 bis 2010 lag der Zeitraum April 2018 bis März 2019 um 2,2 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Im Vergleich mit dem Klimamittel 1961 bis 1990 waren es 2,9 Grad”, berichtete Orlik. Die bisher wärmste Zwölf-Monatsperiode war laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Juli 2006 bis Juni 2007 mit 2,1 Grad über dem Mittel 1981 bis 2010 (und 2,8 Grad über dem Mittel 1961 bis 2010).

März 2019 liegt 2,2, Grad über dem Durchschnitt

Die Serie der überdurchschnittlich warmen Monate setzte sich unterdessen fort. “Der März 2019 liegt in den Niederungen Österreichs um 2,2 Grad über dem Durchschnitt und ist damit einer der 15 wärmsten März-Monate der Messgeschichte”, sagte Orlik anhand der vorläufigen Daten. “In den Gipfelregionen war es um 1,5 Grad wärmer als in einem durchschnittlichen März.”

Der Niederschlag lag österreichweit im März um 19 Prozent unter dem vieljährigen Mittel. Die regionalen Unterschiede waren groß. Normale bis überdurchschnittliche Regen- und Schneemengen brachte der März vor allem in der Westhälfte des Landes. Im Osten war es dagegen verbreitet um 25 bis 50 Prozent zu trocken. Im Süden des Burgenlandes und der Steiermark fehlten sogar 50 bis 85 Prozent Niederschlag auf einen durchschnittlichen März.

Milde Wetter beschleunigte Entwicklung vieler Pflanzen

Das Winterhalbjahr (Oktober bis März) war im Gebiet von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis zum Südburgenland eines der trockensten der Messgeschichte. Das größtenteils milde Wetter in den Niederungen beschleunigte aber laut ZAMG die Entwicklung vieler Pflanzen. Die Marillenbäume verblühten um etwa zehn Tage früher als in einem durchschnittlichen Frühling. In einigen Regionen strahlen derzeit die Blüten der Forsythie und des Schlehdorns um rund eine Woche früher als im Mittel.

(APA/Red)

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