Ökostrom-Ziele bis 2030 laut Salzburg-AG-Chef unmöglich

Leonhard Schitter sieht die Ökostrom-Ziele bis 2030 als unmöglich an.
Leonhard Schitter sieht die Ökostrom-Ziele bis 2030 als unmöglich an. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Der Chef der Salzburg AG, Leonhard Schitter, glaubt nicht, dass man Österreichs Strombedarf bis 2030 zu 100 Prozent mit erneuerbaren Quellen nachkommen kann. Dabei handelt es sich allerdings um eine politische Vorgabe.

"Wir werden die Ökostromziele bis 2030 nicht erreichen, weil sie einfach nicht zu schaffen sind", sagte der Chef des landeseigenen Energieversorgers im Gespräch mit der "Presse" (Mittwochausgabe).

Salzburg-AG-Chef verweist auf Blackout-Gefahr

"Natürlich würden wir gerne mehr Ökostromkraftwerke bauen", sagte Schitter. Derzeit errichtet das Unternehmen immerhin einige Biomasse- und Wasserkraftwerke. Aber nicht nur Kraftwerke, auch neue Leitungen müssten gebaut werden. Wenn mehr Erneuerbare volatil ins Stromnetz einspeisen, stoße auch das Lastmanagement irgendwann an seine Grenzen, warnt der Firmenchef vor der steigenden Blackout-Gefahr.

Ein Gutteil der Netze sei mehr als ein halbes Jahrhundert alt und müsse ausgetauscht werden - und das in nur wenigen Jahren. "Ich hätte gern ein funktionierendes Infrastrukturgesetz, das es ermöglicht, schneller zu bauen", sagt Schitter.

(APA/Red)

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