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OEKONSULT- Umfrage zeigt Hundeführschein hätte jüngste Attacken nicht verhindert

Bei einer ersten Umfrage zum Hundeführschein sagten 84 Prozent der Befragten, dass es ein generelles Kampfhundeverbot geben soll. 88,5 Prozent meinten, ein Hundeführschein hätte die jüngsten Attacken nicht verhindern können.
Bis Samstag können die Wiener im Zuge der Volksbefragung unter anderem über die Einführung eines verpflichtenden Hundeführscheins für Halter von Kampfhunden abstimmen. Ginge es nach der Mehrheit der Österreicher, sollten derartige Vierbeiner jedoch gar nicht gehalten werden dürfen. Laut einer OEKONSULT-Umfrage sprechen sich rund 84 Prozent für ein generelles Kampfhundeverbot aus. Hinsichtlich der Wirksamkeit eines Hundeführscheins zeigt sich eine große Mehrheit skeptisch.

Unter den insgesamt 1.117 Befragten meinten 88,5 Prozent, “die jüngsten (auch tödlichen) Vorfälle wären durch den Hundeführschein nicht verhindert worden”. 42,1 Prozent stimmten dieser Aussage sogar “voll und ganz” zu, für nur 1,3 Prozent traf dies überhaupt nicht zu. Das Abstimmungsverhalten bei der Volksbefragung selbst wurde nicht erhoben. Kritisch urteilten die Österreicher jedenfalls über den Wortlaut auf dem Stimmzettel. So halten knapp zwei Drittel die Kampfhunde-Frage für nicht “sehr treffend und aufschlussreich” formuliert.

Bundeseinheitliche Regelung wird gewünscht

Gewünscht wird zudem weniger eine Wiener Lösung, sondern vielmehr eine bundeseinheitliche Regelung. 77,8 Prozent der Umfrageteilnehmer würden österreichweite Richtlinien in Sachen Hundehaltung begrüßen. Große Zustimmung – nämlich 83 Prozent – gab es auch bei der Frage, ob “nach der Häufung von Hundeattacken in der jüngeren Vergangenheit” restriktive Gesetzesänderungen “zum Schutz der Bevölkerung” ausgearbeitet werden sollen.

Ambivalent stehen die Österreicher zur Frage, ob Menschen an der Aggressivität ihrer Hunde selbst schuld seien. 52,6 Prozent teilten diese Ansicht tendenziell, der Rest bezweifelte dies eher. Weitaus größere Einigkeit herrschte hingegen über die geistige Verfassung von Haltern einschlägiger Rassen. Laut Studie denken vier Fünftel, “dass sogenannte Kampfhunde häufig von Besitzern gehalten werden, die selbst psychische Probleme haben”.

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