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ÖFB brach die meisten Bewerbe ab

Der ÖFB sagt die meisten Bewerbe ab.
Der ÖFB sagt die meisten Bewerbe ab. ©APA
Der ÖFB will nur noch die Bundesliga, 2. Liga und den Cup austragen. Alle anderen Bewerbe - sowie alle Frauenbewerbe - wurden abgesagt.

Das Präsidium des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) hat in seiner am Mittwoch per Video-Konferenz geführten Sitzung entschieden, die derzeit ausgesetzten Bewerbe im Bereich der Landesverbände abzubrechen. "Eine ordnungsgemäße Durchführung ist aufgrund der behördlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht möglich", hieß es in der ÖFB-Aussendung am Mittwochabend.

Alle Bewerbe der Frauen abgebrochen

Betroffen von diesem Abbruch sind sämtliche Bewerbe der Männer mit Ausnahme der beiden Spielklassen der Bundesliga und des ÖFB-Cups, in dem nur noch das Finale zwischen Titelverteidiger Red Bull Salzburg und Zweitligist Austria Lustenau ausständig ist. Im Bereich der Frauen werden alle Bewerbe inklusive der Frauen-Bundesliga und des -Cups abgebrochen, ebenso im Nachwuchs und Futsal.

"Es war eine sehr schwere Entscheidung, alle Bewerbe im Landesverbands-Bereich abzubrechen, aber angesichts der derzeitigen Lage letztendlich eine alternativlose. Die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler und die weitere erfolgreiche Eindämmung des Virus haben oberste Priorität. Die Möglichkeit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs in der obersten Spielklasse ist hingegen ein Lichtblick und ein erster wichtiger Schritt in Richtung Normalität, die sich die Fußball-Fans herbeisehnen", betonte ÖFB-Präsident Leo Windtner mit Blick auf die Aussagen von Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag.

Geisterspiele möglich

Der ÖFB ermächtigte deshalb die Bundesliga, die obersten beiden Spielklassen unter Einhaltung der behördlichen Auflagen - gegebenenfalls ohne Zuschauer - fortzuführen. Das Cup-Finale soll unter den gleichen Rahmenbedingungen und sofern möglich als erstes Pflichtspiel ausgetragen werden. Ein neuer Termin werde entsprechend abgestimmt, teilte der ÖFB mit.

Auf Basis eines eingeholten 63-seitigen Rechtsgutachtens gilt laut ÖFB für alle nicht vollständig durchgeführten Bewerbe folgendes: "Der Bewerb wird nicht gewertet. Es gibt keinen Meister bzw. Cupsieger. Es gibt keine(n) Aufsteiger. Es gibt keine(n) Absteiger." Sollte auch die Bundesliga abgebrochen werden, dann würde über die Vergabe der Europacup-Startplätze der Endstand des Grunddurchgangs (nach 22 Runden) entscheiden, den der LASK als Erster vor Titelverteidiger Red Bull Salzburg, Rapid, dem WAC und Sturm Graz abgeschlossen hat.

"Die Nennung der ÖFB-Vertreter für die europäischen Club-Bewerbe hängt von einer ordnungsgemäßen Durchführung der Meisterschaft und des Cup-Bewerbs ab. Sollte dies nicht möglich sein, wird das ÖFB-Präsidium unter Anwendung der diesbezüglich im Gutachten festgelegten Grundsätze entsprechende Beschlüsse fassen", erklärte der ÖFB dazu.

Die den Landesverbänden für den Cup 2020/21 zustehenden Startplätze würden von diesen vergeben. Über den Beginn der Bewerbe 2020/21 werde unter Berücksichtigung der behördlichen Vorgaben entschieden.

(APA/red)

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