OECD fordert Länder zu Investition in Bildung auf

Die OECD fordert die Staaten zu mehr Investitionen in Bildung auf.
Die OECD fordert die Staaten zu mehr Investitionen in Bildung auf. ©APA/dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger
Die OECD ruft die Staaten zu einer verstäkrten Investition in Bildung auf. Damit sollen Chancenungleichheiten beseitigt werden. Österreich schneidet bei den meisten Indikatoren zur Chancengleichheit durschnittlich ab.

Die OECD ruft anlässlich der Publikation ihrer Studie "Bildung auf einen Blick 2021" die Staaten zu verstärkten Investitionen in Bildung auf. So sollen Chancenungleichheiten beseitigt werden, hieß es in einer Aussendung. Österreich schneidet bei den meisten Indikatoren, die die OECD zur Chancengleichheit heranzieht, gut bis durchschnittlich ab. Allerdings wird hierzulande gemessen am BIP und an den staatlichen Gesamtausgaben relativ wenig für Bildung ausgegeben.

Österreich: 4,7 Prozent des BIPs für Bildungseinrichtungen verwendet

Zum Vergleich: In Österreich wurden laut OECD 2018 4,7 Prozent des BIP für Bildungseinrichtungen verwendet, in der OECD waren es im Schnitt 4,9 Prozent. Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben (ohne Forschung) an den öffentlichen Gesamtausgaben betrug in Österreich 8,7 Prozent und lag damit ebenfalls unter dem OECD-Durchschnitt (9,8 Prozent).

Gutes Ergebnis bei Chancengleichheit

In Sachen Chancengleichheit sieht es besser aus: Dafür zieht die OECD verschiedene Parameter heran. Bei der Chancengleichheit im sozioökonomischen Bereich ist das etwa der Anteil privater Ausgaben in den einzelnen Bildungsbereichen. In Österreich liegt dieser etwa im Kindergartenbereich mit 13 Prozent unter dem OECD-Schnitt von 17 Prozent. Im Hochschulbereich sind es aufgrund des weitgehenden Fehlens von Studiengebühren hierzulande gar nur elf Prozent gegenüber mehr als 30 Prozent in der OECD.

Österreich liegt bei PISA fast genau am OECD-Schnitt

Durchschnittlich groß ist der Einfluss des sozioökonomischen Status auf die PISA-Ergebnisse: In Österreich lag der Anteil der Jugendlichen aus den sozioökonomisch schwächsten Familien, die bei PISA mindestens Kompetenzstufe 2 erreichten, um 30 Prozent niedriger als bei den Jugendlichen aus den "reichsten" Familien. Das entspricht fast genau dem OECD-Schnitt (29 Prozent).

Gute Ausbildung bringt höheres Einkommen

Die Wichtigkeit einer guten Ausbildung zeigt sich in einem anderen Indikator: In Österreich lag der Anteil der 25- bis 64-Jährigen mit maximal Pflichtschulabschluss, deren Einkommen höchstens die Hälfte des Medianeinkommens erreicht, bei 32 Prozent. Im OECD-Schnitt beträgt er nur 27 Prozent, in Deutschland ist er mit 43 Prozent noch höher.

(APA/Red)

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