ÖBB wollen Streik am Montag noch abwenden

Ob bei den ÖBB gestreikt wird , ist noch nicht fix.
Ob bei den ÖBB gestreikt wird , ist noch nicht fix. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Die ÖBB rechnen damit, dass es noch heute zu einer Einigung zwischen den Sozialpartnern kommt und man am Montag wie geplant fahren kann.
Auch die Westbahn streikt

Die ÖBB gehen davon aus, dass sich der für Montag zu Mittag geplante zweistündige Warnstreik noch vermeiden lässt. “Wir hoffen, dass es heute, Sonntag, noch zu gemeinsamen Gesprächen der Sozialpartner kommt”, erklärte ÖBB-Konzernsprecher Sven Pusswald schriftlich gegenüber der APA.

ÖBB wollen Streikrecht nicht einschränken

Die ÖBB betonten, das Streikrecht keinesfalls infrage zu stellen, kritisieren aber, dass Mitarbeiter und Fahrgäste in die Auseinandersetzung hineingezogen würden. “Darüber hinaus finden wir es unverantwortlich, dass wir nach wie vor keine konkreten Informationen erhalten und somit tausende Fahrgäste nicht rechtzeitig im Detail über Zugausfälle und Alternativen informieren können”, übte Pusswald Kritik an der Gewerkschaft vida. Gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen sei es wichtig zu wissen, wer sich am Streik beteiligt.

Offener Brief an die Westbahn

Die vida schrieb am Sonntag indes einen offenen Brief an den Westbahn-Gesellschafter Hans-Peter Haselsteiner. Anlass ist das Rundmail der Westbahn-Geschäftsführung mit der Aufforderung an die Mitarbeiter, dem Streikaufruf nicht Folge zu leisten. Vida-Chef Roman Hebenstreit forderte Haselsteiner auf, dazu Stellung zu nehmen. “Derartig widerwärtiges schafft ein Klima voll von Angst und Schrecken. Das muss nicht sein und dafür standen Sie nie”, heißt es in dem Schreiben.

Spitzentreffen am Sonntagabend bahnt sich an

Für Sonntagabend bahnt sich – trotz laufender Streikvorbereitungen – ein Spitzengespräch zwischen den beiden Verhandlungsführern an, wie es am Sonntagnachmittag zur APA hieß.

“Es laufen Telefonate, ob heute in den Abendstunden ein Vier-Augen-Termin zwischen den Verhandlungsführern stattfinden wird”, sagte vida-Sprecherin Yvonne Heuber, schränkte aber ein: “Das ist keine offizielle Kollektivvertragsverhandlungsrunde.”

(APA/red)

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