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ÖBB-Chef Matthä wurde durch Corona und Nachtzüge zum Medienstar

Matthä war zwischen zwischen Juli 2019 und Juni 2020 der präsenteste Firmenchef Österreichs.
Matthä war zwischen zwischen Juli 2019 und Juni 2020 der präsenteste Firmenchef Österreichs. ©APA/HANS PUNZ
ÖBB-Chef Matthä wurde durch Corona und den Ausbau der Nachtzügen zum Medienstar. Er hat unter den österreichischen Firmenchefs zuletzt die stärkste Medienpräsenz.

ÖBB-Chef Andreas Matthä hat es zu Österreichs Firmenchef mit der stärksten Medienpräsenz geschafft. Für den Zeitraum Juli 2019 bis Juni 2020 lag er vor Red-Bull-Miteigentümer Dietrich Mateschitz und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, zeigt das aktuelle CEO-Ranking von APA-Comm. Mit Casinos-Chefin Bettina Glatz-Kremsner schaffte es erstmals eine Frau in die Top-10.

Corona und Ausbau der Nachtzüge brachten Aufmerksamkeit

Nimmt man nur die Corona-Zeit (März bis Juni 2020) zum Maßstab, dann hätte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech wegen der Diskussion über die Staatshilfen die meiste Berichterstattung geschafft - über 12 Monate reichte es "nur" zu Rang 7. Aber auch Matthä profitierte von den Berichten über die Corona-Pandemie. Er war in der Corona-Zeit auf Rang 2. Seine Themen waren sehr stark mit dem Virus verbundene Einschränkungen im Bahnverkehr sowie die Maskenpflicht und Kurzarbeit in seinem Unternehmen. Aber auch Infrastrukturprojekte und der Ausbau der Nachtzüge brachten Matthä Aufmerksamkeit. Wobei APA-DeFacto-Analyst Manuel Kerzner festhält, dass Matthä nicht am häufigsten genannt wurde, aber überdurchschnittlich intensiv im Zentrum des medialen Interesses stand.

APA

Weitere Österreichische Firmenchefs im Ranking

Wie auch in den Vorjahren war Mateschitz vor allem im Sport-Ressort präsent, etwa im Rahmen des Auftakts zur Formel 1-Saison 2020 am Red Bull Ring in Spielberg, aber auch deshalb, weil sich sein Haussender Servus TV ein Rechtepaket mit 33 Spielen der UEFA Champions League sicherte, so Kerzner.

Wrabetz, der diesmal hauchdünn hinter Mateschitz liegt, ist vor allem in den Ressorts Kultur und Medien präsent. Veränderungen im ORF-Programm im Zuge der Corona-Pandemie standen dabei im Mittelpunkt.

Hinter den Top-3 folgten OMV-Chef Rainer Seele und Montana-Tech-Geschäftsführer Michael Tojner. Seele kam auch wegen anonym erhobenen Spesen- und Sponsoring-Vorwürfen viel in die Medien, auch wenn eine interne Revision die Vorwürfe letztlich entkräftete. Auch Tojner dürfte sich über die Berichterstattung nicht gefreut haben, war doch seine sehr umstrittene Übernahme von burgenländischen Wohnbaugenossenschaften einer der Hauptgründe für seine hohe Medienpräsenz.

Glatz-Kremsner als erste Frau in den Top-10

Glatz-Kremsner ist erste Frau in den Top-10, sie verbesserte sich damit um zwei Ränge im Vergleich zur Vorjahreserhebung. Sie kam ebenfalls vor allem mit einem für sie weniger angenehmen Thema in die Schlagzeilen, ging es doch in der "Causa Casinos" vor allem um die Bestellung von Finanzvorstand Peter Sidlo und den damit verbundenen Ibiza-Untersuchungsausschuss. Unter den Top-50 im Ranking finden sich außer Glatz-Kremsner aus den Firmenchefinnen des Landes nur noch Infineon-Chefin Sabine Herlitschka auf Rang 17 und VIG-CEO Elisabeth Stadler auf Rang 29.

Von den internationalen Firmenchefs war diesmal nur Tesla-CEO Elon Musk stärker in den Medien als Matthä. Das verdankt er dem Elektroauto Tesla aber auch der erfolgreichen Raumfahrtmission SpaceX. Facebook-Gründer Marc Zuckerberg und Amazon-Chef Jeff Bezos kämen beide im Ranking nicht in die Top-3, vergleicht Kerzner.

Für das Ranking hat APA-Comm 1,13 Mio. Beiträge aus heimischen Tageszeitungen, Magazinen sowie Radio- und TV-Nachrichtenformaten analysiert. Die Reihung der Akteurinnen und Akteure erfolgt anhand eines errechneten Präsenzindex, der sich aus den medialer Präsenz und Intensität der Berichterstattung zusammensetzt.

(APA/Red)

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