ÖBB bauen Nachtzug-Strecken weiter aus

Die Nachtzug-Fernverbindungen der ÖBB werden in den kommenden Jahren ausgebaut.
Die Nachtzug-Fernverbindungen der ÖBB werden in den kommenden Jahren ausgebaut. ©APA/AFP/ALEX HALADA
700 Millionen Euro wollen die ÖBB bis 2026 in den Ausbau der Nachtzug-Fernverbindungen investieren. Auch die Passagierzahlen sollen sich verdoppeln.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollen ihr Nachtzugstrecken-Netz in den kommenden Jahren deutlich ausbauen und große Summen investieren. 700 Mio. Euro sollen bis 2026 in den Ausbau der Nachtzug-Fernverbindungen gesteckt werden, schrieb die "Kleine Zeitung", die sich dabei auf Aussagen des ÖBB-Chefs Andreas Matthä beruft, am Mittwoch. Die Passagierzahlen sollen sich zudem bis 2025 verdoppeln.

ÖBB wollen 700 Mio. Euro in neue Nachtzug-Strecken investieren

Vor der Krise hatten rund 1,4 bis 1,5 Millionen Passagiere jährlich die Nightjets der ÖBB genutzt. Bis 2025 werden 3 Millionen Passagiere angestrebt, sagte Matthä zu der Zeitung. Im Zuge der Investitionen seien eine neue Generation von Zügen sowie der Ausbau der Strecken geplant.

Matthä setzt bei seinen Ausbauplänen auf den Rückgang von innereuropäischen Kurzstreckenflügen sowie auf den Startvorteil der ÖBB gegenüber anderen Bahnbetrieben. "Wir haben als einzige Bahn einen aufrechten Vertrag mit einem Hersteller von Nachtzügen", sagte Matthä laut dem Bericht. "À la longue werden wir eine Art Lizenz- oder Franchise-Modell weitergeben." Die neue Generation der Nachtzüge wird von Siemens zugeliefert.

Aktuell 26 Nachtzug-Strecken

Aktuell betreiben die ÖBB 19 Nachtzug-Strecken, inklusive aller, die mit einem Partnern betrieben werden, sind es 26. Erst am Montag kam die Strecke Wien-Amsterdam bzw. Innsbruck-Amsterdam neu dazu, ab Dezember wird es auch möglich sein, von Wien über Nacht nach Paris und Straßburg zu reisen.

(APA/Red)

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