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ÖAMTC: Warum die richtige Sitzposition im Pkw Leben retten kann

Eine zurückgelehnte Sitzposition oder Füße am Armaturenbrett können schwere Verletzungen verursachen.
Eine zurückgelehnte Sitzposition oder Füße am Armaturenbrett können schwere Verletzungen verursachen. ©ÖAMTC/Ralph Wagner
Stark zurückgelehnt oder Füße am Armaturenbrett: Der ÖAMTC untersuchte, wie sich unterschiedliche Sitzpositionen auf die Insassensicherheit und Verletzungsschwere bei Unfällen auswirken.

Im Rahmen einer Untersuchung des ÖAMTC und seinen Partnerclubs wurden diverse Tests durchgeführt, bei denen Dummys aufrechte und liegende Positionen im Fahrzeug einnahmen.

Tödliche Verletzungen durch falsche Sitzposition im Fahrzeug möglich

"Die Resultate zeigen klar, dass sich eine zurückgelehnte Sitzposition oder Füße am Armaturenbrett fatal auswirken können. Schon bei einem Crash mit 30 km/h sind schwere oder sogar tödliche Verletzungen möglich", fasst ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé die Ergebnisse zusammen.

Damit die Rückhaltesysteme ihr volles Schutzpotenzial entfalten können, muss die Abstimmung zwischen Gurt, Airbags und der Sitzposition stimmen. "Bei einer stark zurückgelehnten Sitzposition besteht die Gefahr des sogenannten 'Submarining': Bei einem Crash bewegt sich der Insasse aufgrund der hohen Beschleunigung nach vorne und der Beckengurt rutscht Richtung Abdomen. Das kann schwere bis tödliche Verletzungen im Bauchraum verursachen", erklärt der Techniker des Mobilitätsclubs.

Appell: Füße nicht aufs Armaturenbrett

Ebenso verhängnisvoll sind Füße auf dem Armaturenbrett, wie sie bei längeren Fahrten, etwa in den Urlaub, öfters bei Insassen zu sehen sind. Der Crashtest zeigt: Bei einer frontalen Kollision wird der im Armaturenbrett verbaute Frontairbag ausgelöst und drückt die Füße des Dummys nach oben. Aufgrund der zurückgelehnten Sitzposition wird der Oberkörper stärker beschleunigt und prallt mit dem Kopf auf das eigene Knie bzw. Schienbein. Beim Zurückschleudern dreht sich der Dummy aus dem Gurt und trifft die Kopfstütze nicht mehr.

"Bei einem realen Unfall würde das zu schwersten bis tödlichen Verletzungen im Kopf, an der Wirbelsäule und/oder in den Beinen führen", weiß der ÖAMTC-Experte und stellt klar: "Auch wenn es bequem erscheinen mag, ist eine derartige Sitzposition bei allen Fahrten zu unterlassen." Hier ist auch an die Lenker zu appellieren, dass sie ihre Mitfahrenden zur Einhaltung einer korrekten Sitzposition ansprechen.

Bei allen Fahrten gilt somit: Sitz und Nackenstütze richtig einstellen, auf die Körpergröße anpassen und unbedingt den Sicherheitsgurt verwenden. Denn nur die Verwendung des Sicherheitsgurtes sowie eine korrekt eingestellte Sitzposition bieten einen optimalen Schutz im Falle eines Unfalles", betont Nosé.

(Red)

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