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Obdachloser stahl eCards und ließ sich in Krankenhäusern verköstigen

Kein Geld und keine Wohnung, da stahl ein Obdachloser einfach die eCards anderer Männer und ließ sich wegen erfundenen Krankheiten in Spitälern in Wien und Niederösterreich behandeln.

Mit den Ausreden, Rückenschmerzen zu haben oder an einer Kreislaufschwäche zu leiden, genoss er doch für längere Zeit kostenlose Kost und Logis der Krankenhäuser. Denn krankenversichert war der 29-Jährige nicht, ist er doch erst von einem Jahr wegen ähnlicher Delikte aus dem Gefängnis entlassen worden.

Am Donnerstag musste er sich wegen gewerbsmäßigen Betruges und gewerbsmäßigen Diebstahls vor einem Wiener Schöffengericht (Vorsitz:
Richterin Sonja Höpler-Salat) verantworten. Der 29-Jährige wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Richterspruch ist bereits rechtskräftig. Angeklagter und Staatsanwaltschaft waren mit dem Urteil einverstanden. Mildernd wurden sein Geständnis gewertet. Erschwerend waren die einschlägigen Vorstrafen.

Im September 2005 wurde der 29-Jährige aus dem Gefängnis entlassen. Mit Gelegenheitsjobs versuchte er, sich über Wasser zu halten. „Ich bin aber wieder in die alte Schiene gerutscht“, erzählte der Beschuldigte. „Da ich schon einmal wegen solcher Betrügereien verurteilt wurde, wusste ich ja, wie es geht“, meinte er vor Gericht. Er ließ sich in mehreren Krankenhäusern in Wien und in Niederösterreich behandeln, dabei verwendete er meist falsche Namen, die eCards dafür hatte er zuvor gestohlen. Auch in den Spitälern bediente sich der Obdachlose an den Taschen der Patienten. Insgesamt kam es zu einem Schaden von über 35.000 Euro.

Bei seinem letzten „Krankenhausaufenthalt“ lernte er eine junge Dame kennen. Gleich nach der Entlassung zog er bei der 24-Jährigen im Haus deren Mutter in Niederösterreich ein. Drei Monate lang unterhielt er nicht nur eine Beziehung mit der 24-Jährigen, bei er gratis wohnen durfte und auch verköstigt wurde. Er borgte sich auch immer wieder Geld von seiner Freundin aus – insgesamt an die 3.000 Euro. Im Juli 2006 verkaufte die junge Frau ihr Auto. Erfreut über den Bargeldbetrag von 2.500 Euro, erzählte sie ihrem Freund davon. Das Geld steckte sie in ein Kuvert in die Tasche ihrer Mutter. Sie sollte das kleine Vermögen am nächsten Tag zur Bank bringen. Doch am darauf folgenden Morgen war nicht nur das Kuvert mit den 2.500 Euro verschwunden, auch der 29-Jährige wurde seither von Mutter und Tochter nicht mehr gesehen.

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