Obdachloser am Wiener Frachtenbahnhof ermordet

Einen grausigen Fund machte am Freitagabend ein Obdachloser am Nordwestbahnhof - Frachtenbahnhof in Wien.

Der Mann entdeckte die Leiche seines Freundes in einem aufgelassenen Wartehäuschen. Der Getötete – ebenfalls ohne festen Wohnsitz – dürfte bereits vor ein bis zwei Tagen erschlagen worden sein, berichtete die Polizei. Von Mordwaffe und Täter fehlt bisher jede Spur.

Bei der Obduktion wurden schwere Verletzungen an Gesicht und Schädel festgestellt, die von massiver stumpfer Gewalteinwirkung stammen. Die beim Auffinden durch die Polizei blutverschmierte Leiche dürfte etwa einen Tag im Wärterhäuschen gelegen sein. „Derzeit wissen wir noch nicht, warum er erschlagen worden sein könnte“, meinte ein Kriminalist. Man ermittle im Kreis der Obdachlosen und versuche so, das Umfeld des Getöteten auszuleuchten.

Auch der Bekannte, der die Leiche gefunden hatte, werde befragt. Er komme derzeit allerdings nicht als Täter in Frage. Die Familie des 46-Jährigen zähle ebenfalls nicht zum Kreis der Verdächtigen, sagte der Ermittler. Sowohl seine Ex-Frau als auch die erwachsene Tochter hatten keinen Kontakt zu dem in Gänserndorf geborenen Mann. Die Trennung habe schon vor etlichen Jahren stattgefunden. Über einen früheren Beruf des Getöteten ist derzeit nichts bekannt. Er dürfte nie wirklich gearbeitet haben, so der Ermittler.

Der Bekannte des Mordopfers entdeckte am Freitagabend die Leiche des Obdachlosen in einem aufgelassenen Wärterhäuschen. Der Mann dürfte dort bereits längere Zeit gewohnt haben. Das stark verfallene, einstöckige Gebäue war notdürftig mit Bett, Sessel, Tisch und Kasten eingerichtet. „Kunstwerke“ von Graffiti-Sprayern zieren die Außenwände.

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