ÖBB-Empfangschefs umsorgen Fahrgäste

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Die ÖBB wollen die Qualität der Kundenbetreuung steigern. Sichtbares Zeichen dafür sind die neuen Empfangschefs, die seit Anfang Mai am West- und Südbahnhof in Wien die Fahrgäste umsorgen.

Weitere Bahnhöfe sind Linz, Innsbruck und Salzburg, demnächst auch Graz. Sie sind tagsüber in den Bahnhofshallen im Einsatz und sollen erste Ansprechpartner für alle Anliegen der Kunden sein.

Am Wiener Westbahnhof hat Viktor Eggler diese Aufgabe gemeinsam mit zwei Kollegen übernommen. Der 43-jährige ist seit 1978 Eisenbahner und ein alter Hase in der Kundenbetreuung. In seiner neuen Funktion spricht er die Menschen in der Halle an, bietet Unterstützung oder dirigiert sie zu Schaltern mit geringerem Kundenandrang. „Die Leute sind darüber erfreut“, sagte er am Donnerstag vor Journalisten, „zuerst sind auch überrascht, dass sie angesprochen werden.“

Im Einsatz sind die mit dunklem Anzug, roter Krawatte und Namensschild ausgestatteten Empfangschefs täglich von 8.30 bis 19.00 Uhr. Am Westbahnhof, der täglich von mehr als 40.000 Fahrgästen frequentiert wird, hat er pro Stunde rund 50 Kundenkontakte, so Eggler. Dabei bekomme man natürlich auch den Ärger der Gäste zu verspüren, etwa wenn ein Zug versäumt wurde oder Verspätung habe.

„Wir haben eine Qualitätsoffensive im Personenverkehr gestartet, die mehr als notwendig war“, betonte Wilhelmine Goldmann, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG, bei der Präsentation. Nun investiere man bis 2008 rund 1,2 Mrd. Euro in neue Fahrzeuge, wovon zwei Drittel in den Nahverkehr fließen. Zur Qualitätsoffensive gehören aber auch neue Systeme zur Fahrgastinformation und ein verstärkter Einsatz für die – auch subjektive – Fahrgastsicherheit.

Das zusätzliche Security-Personal in Zügen und auf Bahnhöfen hat sich laut Goldmann bewährt: „Das Problem der Jugendbanden, die andere Jugendliche bedroht haben, das ist jetzt völlig weg.“

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