Obama zu Nordamerika-Gipfel in Mexiko eingetroffen

Obama und Mexikos Präsident Calderon
Obama und Mexikos Präsident Calderon ©APA (epa)
US-Präsident Obama ist Sonntagnachmittag(Ortszeit) zu einem zweitägigen Nordamerika-Gipfel im mexikanischen Guadalajara eingetroffen. Auf dem Gipfel wollen die USA, Mexiko und Kanada über drängende Probleme wie den Kampf gegen Drogenschmuggel, die Schweinegrippe und die Wirtschaftskrise beraten.

Für Sonntag sind den Angaben zufolge zunächst bilaterale Gespräche geplant, danach steht ein gemeinsames Abendessen von Obama, Calderon und Harper an. Ein weiteres bestimmendes Thema des Gipfels, der bis Montag dauert, ist der Drogenkrieg in Mexiko. Die US-Regierung räumte dabei bereits eine Mitverantwortung ein und kündigte zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen den Schmuggel an. Angesichts der Wirtschaftskrise werden Kanada und Mexiko zudem darauf drängen, dass die USA nicht in Protektionismus verfallen. Auch die Einwanderungspolitik steht auf der Tagesordnung.

Informell geht es beim Gipfel auch um die Entfremdung zwischen den USA und den linken Regierungen Lateinamerikas. Diese Differenzen zeigten sich jüngst beim Umgang mit der Staatskrise in Honduras, aber auch im Hinblick auf den US-Plan, in Kolumbien sieben Stützpunkte für den Kampf gegen den Drogenschmuggel aus Lateinamerika in Richtung USA zu benutzen.

Am Sonntag in der Früh demonstrierten in Guadalajara hunderte Menschen unter anderem für die Erneuerung des Nordamerikanischen Handelsabkommens (NAFTA) zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Auch die US-Immigrationspolitik und die Wirtschaftskrise waren Themen der friedlich verlaufenden Demonstration. In Guadalajara sind während des Gipfels mehr als 2000 Polizeibeamte und Sicherheitskräfte im Einsatz.

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