Obama will Wirtschaftskrise rasch angehen

Erste Pressekonferenz nach der Wahl
Erste Pressekonferenz nach der Wahl ©APA (epa)
Der designierte US-Präsident Obama will im Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise keine Zeit verlieren. Unmittelbar nach einer Amtsübernahme am 20. Jänner werde er die Herausforderungen durch die Wirtschaftsprobleme "frontal" angehen, sagte Obama am Freitag auf seiner ersten Pressekonferenz nach seiner Wahl zum Präsidenten. Die Finanzkrise sei "eine der größten Herausforderungen" für die USA.

Obama räumte jedoch ein, das Ausmaß der vor ihm liegenden Aufgaben nicht zu unterschätzen. Eine Lösung der Probleme werde nicht “schnell und leicht” zu erreichen sein, sagte er.

Obama befürwortete ein weiteres Konjunkturprogramm für die angeschlagene US-Wirtschaft. Solche ein Paket sähe er “lieber früher als später”, sagte Obama nach Beratungen mit seinen Wirtschaftsberatern in Chicago. Der künftige Präsident sprach sich zudem wie schon in seinem Wahlkampf für einen “Rettungsplan für die Mittelschicht” aus. Auch müsse es eine Ausweitung der Arbeitslosenversicherung geben, sagte Obama. Zudem befürwortete er zusätzliche Hilfen für die krisengeschüttelte US-Autoindustrie.

Bereits im Frühjahr hatte die US-Regierung ein Konjunkturprogramm in dreistelliger Milliardenhöhe verabschiedet, das den Bürgern in Form von Steuerrückzahlungen zugute kam.

“Dutzende Millionen Familien kämpfen darum, ihre Rechnungen zu bezahlen und in ihren Häusern bleiben zu können”, sagte der designierte Präsident. Die Alltagsprobleme der Bürger seien “eine dringliche Mahnung, dass wir vor der größten wirtschaftlichen Krise unseres Lebens stehen”. Angesichts der hohen Erwartungen an seine künftige Regierung bat Obama um Geduld.

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