Obama verteidigt Gesundheitsreform trotz Pannen

US-Präsident Obama hat eine schnelle Behebung der technischen Pannen am Onlineportal zu seiner Gesundheitsreform versprochen. "Es gibt keine Entschuldigung für diese Probleme, die abgestellt werden", sagte Obama am Montag in Washington. Die Gesundheitsreform sei aber "viel mehr" als nur eine Webseite. Das Ziel, ein Angebot von bezahlbaren Krankenversicherungen zu schaffen, funktioniere gut.


Die Probleme auf der Webseite seien “inakzeptabel”, räumte Obama ein. Seine Regierung habe aber eine “Technik-Offensive” eingeleitet, um die Störungen in den Griff zu bekommen. Der Präsident erinnerte die Bürger daran, dass sie auch per Telefon und Post eine Krankenversicherung beantragen können.

Technische Pannen verhageln seit Anfang des Monats den Start der Webseite healthcare.gov, auf der Millionen unversicherte Menschen in den USA eine Krankenversicherung finden sollen. US-Medien berichten von Problemen beim Aufrufen der Seite, von fehlerhaften Anträgen sowie Abstürzen des Systems. Das Weiße Haus machte zunächst einen Ansturm der Nutzer für die Störungen verantwortlich, räumte inzwischen aber auch Mängel bei der Software und beim Design der Seite ein.

Die im Jahr 2010 verabschiedete Gesundheitsreform soll mehr als 30 Millionen unversicherten US-Bürgern zu einer Krankenversicherung verhelfen. Kernstück der Reform ist die Pflicht, ab 2014 eine Versicherung abzuschließen – sonst droht eine Strafzahlung. Seit dem 1. Oktober können Unversicherte in Onlinebörsen die Policen privater Anbieter vergleichen und Anträge ausfüllen. Dabei erfahren sie auch, ob ihnen staatliche Beihilfen zustehen.

Die Webseite healthcare.gov deckt insgesamt 36 Bundesstaaten ab, während 14 Staaten eigene Versicherungsbörsen eingerichtet haben. Hinter dem System steht die Idee, mehr Transparenz für die Verbraucher zu schaffen und die Versicherungsbeiträge durch die Konkurrenz der Anbieter zu drücken. Der Versicherungsschutz beginnt ab dem 1. Jänner 2014, das Zeitfenster für den Abschluss einer Police schließt sich am 31. März.

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