Obama verspricht harte Bestrafung des Amokläufers von Kandahar

Empörung in Afghanistan nach Tötung von Zivilisten.
Empörung in Afghanistan nach Tötung von Zivilisten. ©AP
US-Präsident Barack Obama hat nach dem von einem US-Soldaten verübten Massaker an afghanischen Zivilisten eine harte Bestrafung des mutmaßlichen Täters und eine umfassende Aufklärung der Tat zugesichert.
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Die USA würden “alle Kraft” des Gesetzes anwenden, um den Amokläufer zur Verantwortung zu ziehen, sagte Obama am Dienstag in Washington. “Die USA nehmen das ebenso ernst, wie wenn unsere Bürger und unsere Kinder getötet worden wären.” Er erklärte zugleich, er sei trotz des verheerenden Vorfalls zuversichtlich, dass Washington den Einsatz in Afghanistan erfolgreich weiterführen und beenden werde.

Gemeinsam mit dem britischen Premierminister David Cameron, der am Mittwoch mit Obama zusammentrifft, äußerte sich der US-Präsident zudem in einem Zeitungsbeitrag zu internationalen Fragen. In dem in der “Washington Post” veröffentlichten Leitartikel bekräftigten die beiden Politiker, sie seien “stolz auf die erreichten Fortschritte” in Afghanistan. Das betreffe vor allem die “Zerschlagung von Al-Kaida, die Eindämmung der Kraft der Taliban und die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte”. Beide betonten zudem das von der Geschichte und gemeinsamen Werten bestimmte enge Verhältnis ihrer Länder.

Vor dem Hintergrund des Amoklaufs des US-Soldaten schrieben Obama und Cameron aber, der Einsatz in Afghanistan bleibe eine “schwierige Mission”. Am Sonntag hatte ein Soldat in der südafghanischen Provinz Kandahar, einer Hochburg der radikalislamischen Taliban, ein Massaker an Dorfbewohnern verübt. Im Morgengrauen brach er in dem Ort Najiban in ihre Häuser ein und tötete wahllos 16 Menschen, darunter drei Frauen und neun Kinder. Der offenbar unter psychischen Problemen leidende Soldat wurde festgenommen.

APA

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