Obama verlangt Kurswechsel im Ukraine-Konflikt

Obama droht mit Konsequenzen
Obama droht mit Konsequenzen
US-Präsident Barack Obama hat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin zu einem Kurswechsel im Ukraine-Konflikt aufgefordert und Konsequenzen im Falle einer Weigerung angedeutet. Ohne eine "Deeskalation der Spannungen in der Ukraine" werde sich Russland auf internationaler Bühne "weiter isolieren", sagte Obama bei einem Treffen der beiden Politiker am Freitag im Schloss von Bénouville.


Der US-Präsident forderte laut seinem stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater Ben Rhodes die Anerkennung des gewählten ukrainischen Staatschefs Petro Poroschenko durch Moskau, das “Ende der Unterstützung für die Separatisten in der Ostukraine und einen Stopp sämtlicher Waffen- und Materiallieferungen über die Grenze” zum Nachbarland. Obama habe Putin im persönlichen Gespräch verdeutlicht, dass die “erfolgreiche” Präsidentschaftswahl in der Ukraine am 25. Mai “eine Chance ist, die ergriffen werden muss”, sagte Rhodes weiter.

“Sollte Russland diese Chance ergreifen, die neue Regierung in Kiew anerkennen und mit ihr zusammenarbeiten”, könnten möglicherweise auch bilaterale Spannungen im Verhältnis zwischen Moskau und Washington abgebaut werden, erläuterte Rhodes die Äußerungen Obamas weiter.

Zur Atmosphäre während des 15-minütigen informellen Gesprächs der beiden Staatschefs wurden am Freitag zunächst keine Details bekannt. Obama und Putin waren am Rande der Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie zu ihrem ersten direkten Treffen seit Ausbruch der Ukraine-Krise zusammengekommen. Beim Gruppenfoto der rund 20 angereisten Staats- und Regierungschefs mieden sie jedoch jeden Augenkontakt. Auch am Mittagstisch sah das Protokoll einen gebührenden Sitzabstand zwischen den beiden Präsidenten vor.

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